Historisches

Botschaften aus der Vergangenheit. Oder über die Vergangenheit.

The Coastal Postal Service of Scotland’s St. Kilda

Flaschenpostjäger Clint Buffington entwickelt sich zu einem eifrigen Historiker!

Hier ein weiterer faszinierender Artikel von ihm:

Message In A Bottle Hunter

What if I told you that an entire community once used messages in bottles as their actual postal system?

Meet the Islands of St. Kilda.

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Ursprünglichen Post anzeigen 1.116 weitere Wörter

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Angela Erdmann und die 101 Jahre alte Flaschenpost aus der Kieler Bucht.

Kieler Flaschenpost von 1913.

„Riedels“ Flaschenpost von 1913.

Ich hatte hier schon einmal über die Flaschenpost von 1913 aus der Kieler Bucht berichtet. Gerade habe ich entdeckt, dass Angela Erdmann, die Enkelin von Richard Platz, genannt „Riedel“,  ein eigenes Website über die alte Flaschenpost, über ihren Absender und die damit verbundene Historie gemacht hat. Eine umfassende Dokumentation!

Ich finde es faszinierend, was der Fund bei Frau Erdmann ausgelöst hat. Familiengeschichte als Selbstfindung, – ein mutiges und sehr menschliches Bekenntnis, das in den dort verknüpften Filmbeiträgen zum Ausdruck kommt.

Eine ganz herzliche Leseempfehlung! => http://www.riedels-flaschenpost.de/

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Eine verschlüsselte Flaschenpost aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg.

Flaschenposten sind früher ganz ernsthaft zur Nachrichtenübermittlung eingesetzt worden. Zumindest hat man es versucht. Sogar im Krieg zur Übermittlung militärischer Details. Ein nicht gerade erfolgversprechendes Verfahren. Hier ein Beispiel aus den Amerikanischen Bürgerkrieg:

1863 sollte eine geheime Nachricht in einem knapp zwei Zoll langen, mit einer Pistolenkugel beschwerten Arzneiglas über den Mississippi in die Stadt Vicksburg treiben.

Die Kleinstadt wurde damals von Generalmajor Grants Unionstruppen belagert. Unter seinem Kommando standen ihm 70’000(!) Soldaten der Tennessee-Armee, von denen er etwa die Hälfte für die Belagerung einsetzte, nebst allem, was die Kriegmaschinerie der Nordstaaten an schwerer Artillerie, Mörsern, Kanonenbooten usw. zu bieten hatte. Die gut 17’000 Konföderierten unter Generalleutnant Pemberton, die sich dort verschanzt hatten, waren vom Nachschub abgeschnitten. Ausgehungert – es kamen bereits Hunde, Katzen, Ratten und Suppe aus Tapetenkleister auf den Teller – und durch wochenlanges Geschützfeuer geschwächt, standen diese im Mai 1863 schon kurz vor der Niederlage. Die einzige Chance war ein Befreiungschlag von außen durch die von Generalleutnant Johnston geführten Konföderiertentrupppen, die einige Kilometer weiter östlich der Stadt Stellung bezogen hatten. Doch die wurden von der anderen Hälfte von Grants Armee in Schach gehalten und waren obendrein durch Malaria geschwächt.

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Grausiges Feuerwerk. (Bild: U.S Naval Academy Museum, gemeinfrei.)

Und Johnston wollte nun die Belagerten per Flaschenpost über die Situation informieren.  Als der Kurier mit dem wasserdicht verpackten Kurzbrief am Flussufer ankam, hatte die Stadt aber bereits kapituliert und er musste unverrichteter Dinge zurückkehren. Na ja, selbst wenn der Zettel mit den mageren fünf verschlüsselten Zeilen rechtzeitig bei Pemberton angekommen wäre, hätte das wenig Hoffnung für die Belagerten gebracht. Um nicht zu sagen, die Botschaft hätte ungewollt zynisch gewirkt. Sie enthielten nur die Mitteilung, dass Johnston keinen Entlastungsangriff mehr durchführen konnte. Aber man möge ihn bitte informieren, wenn ein Ausbruchsversuch geplant sei, dann würde man eventuell doch umdisponieren. Also einfach auf „Auf diese Nachricht antworten“ klicken!  – Ach so, das geht ja bei Flaschenpost nicht. Na gut, hier der Text, entschlüsselt:

„Gen’l Pemberton:

You can expect no help from this side of the river. Let Gen’l Johnston know, if possible, when you can attack the same point on the enemy’s lines. Inform me also and I will endeavor to make a diversion. I have sent some caps (explosive devices). I subjoin a despatch from General Johnston.“

Mich persönlich interessiert Militärgeschichte nicht sonderlich. Aber dass der Versuch unternommen werden sollte, eine Nachricht in einem gerade mal daumengroßen Gläschen¹ auf dem Fluss zwischen den Panzerschiffen der Belagerer hindurch zu den Eingeschlossenen treiben zu lassen, in der Hoffnung, dass diese im Kugelhagel auch gefunden und dem Adressaten zugestellt wird, finde ich schon faszinierend. Es ist eigentlich eine groteske Vorstellung.

Ungeöffnet gelangte das Fläschchen 1896 in die historische Sammlung des Museum of Confederacy in Richmond (VA) und war dort lange Zeit ausgestellt.

Erst 2008 wurde die Phiole mit großer konservatorischer Sorgfalt geöffnet, untersucht und der Text durch Mitiärhistoriker mit einem bekannten Code entschlüsselt. Hier verknüpft die m. E. interessante Dokumentation über die Flaschenpost und ihren historischen Zusammenhang.

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¹ Ich besitze eine Medizinflasche in vergleichbarer Größe, die gar nicht schwimmen würde. Erst recht nicht mit einer Bleikugel darin.

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Fernsehen, Flaschenpost und Phantasie von Jungs: Noch einmal die seltsamen Unglücksbotschaften der Lusitania.

Vielleicht ein Interview…?

Wieder begann es mit einer E-Mail. Maja Weber schrieb mir, sie recherchiere für das ZDF über Flaschenposten, insbesondere über die aus dem Schwielowsee. Und dazu würde sie mich gerne sprechen, evtl. auch interviewen. Die Schwielowsee-Flaschenpost gehörte zu jenen ominösen Botschaften, die mit der Versenkung der RMS Lusitania im Ersten Weltkrieg in Verbindung stehen. Darüber hatte ich einmal etwas in diesem Blogpost geschrieben. Aber mehr wusste ich dazu auch nicht. Ich hatte auch keine weiteren Quellen als die dort verknüpften Internetartikel. Das war es auch, was ich der Journalistin dann am Telefon mitzuteilen hatte: Nein, ich bin kein Seefahrts- oder Weltkriegshistoriker, ich wüsste dazu gar nicht viel zusagen.

RMS Lusitania

Beim Untergang dieses Schiffes sollen vier Flaschenposten geschrieben worden sein. (Bild gemeinfrei.)

Aber Weber ließ nicht locker. Weiterlesen

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„BREAK THIS BOTTLE“: Rekord-Flaschenpost vollendet nach 108 Jahren planmäßig ihre Reise.

„Älteste Flaschenpost der Welt gefunden!“

Meldungen wie diese überschlagen sich in letzter Zeit. Okay, sie sind nicht so häufig wie Rekorde in Sportnachrichten, aber gemessen an der eher gemächlichen Fortbewegungsweise von Driftflaschen sind es recht viele Berichte in einer relativ kurzem Spanne. Wobei „älteste Flaschenpost“ nicht das absolute Alter des Dokumentes in der Buddel meint, sondern den größten zeitlichen Abstand zwischen Aussetzen und Finden. Aber schauen wir uns mal die Liste an: Weiterlesen

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Die Flaschenposten der Deutschen Seewarte: Ein Besuch beim BSH.

Zugegeben: Besonders „zeitnah“ kommt dieser Artikel nicht. Aber wer wird schon ausgerechnet von einem Liebhaber von meistens nicht so eiligen Flaschenposten life blogging erwarten? 😉  Hier also der zweite Teil der Exkursion zum Hamburger Hafen, die ich am 4. Juli zusammen mit der Bloggerin Andrea  und dem Flaschenpostsammler Clint Buffington unternommen habe. Ich hatte die beiden und auch den Anlass unseres Ausflugs hier im ersten Teil der Serie schon kurz vorgestellt.

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Es ist kurz vor elf und schon heiß und und für Hamburger Verhältnisse außerordentlich stickig, als wir die breite Treppe oberhalb der Landungsbrücken hoch steigen. Vor dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) flattern viele Fahnen. Das Haus hat heute Tag der offenen Tür. Anlass ist das 25-jährige Bestehen der Behörde, die nach der Wiedervereinigung durch Zusammenlegung ost- und westdeutscher Institutionen neugegründet wurde.

Im Foyer treffen wir meine beiden Mädels – Frau und Tocher -, die sich uns für die nächsten Etappen unserer Exkursion anschließen. Mein Sprößling Henny macht eine Ausbildung beim BSH, aber was nun kommt, nämlich die Flaschenpostsammlung des BSH, kennt sie auch noch nicht. Also fragen wir uns zur Bibliothek durch. Breites Grinsen bei uns allen, als wir in einem der Flure auf eine Aktivität für die ganz jungen Besucher stoßen. Die Kiddies basteln – na klar, was auch sonst! – Flaschenposten! Wir scheinen auf dem richtigen Weg zu sein. Weiterlesen

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Die mysteriösen Flaschenposten der RMS Lusitania.

RMS Lusitania

Die RMS Lusitania, ein seinerzeit hochmoderner Ozeanriese. Quelle: Wikipedia (gemeinfrei).

Vor 100 Jahren, am 7. Mai 1915 um 14:10 Uhr, erschütterte eine Detonation den britischen Passagierdampfer RMS Lusiania. Kurz darauf erfolgte eine weitere Explosion. Der 239 m lange und 44.000 t verdrängende Transatlantik-Liner der Cunard-Rederei, eines der größten und modernsten Schiffe seiner Zeit, versank innerhalb von 18 Minuten. 1198 Menschen wurden in den Tod gerissen.

Der Irrsinn des Krieges.

Die deutsche Kriegsmarine hatte Unterseeboote als neue technische Wunderwaffe entdeckt.  Im Ersten Weltkrieg wurden sie zum ersten Mal in großem Maßstab eingesetzt. Neben Kriegs- und Handelsschiffen waren auch Passagierschiffe zu Zielen des Seekrieges deklariert worden. Als die Lusitania, nach einwöchiger Reise von New York kommend, im Seerohr der vor der irischen Küste lauernden U-20 sichtbar wurde, war sie für den deutschen U-Bootkommandanten ein gefundenes Fressen. Weiterlesen

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