Beiträge mit dem Schlagwort: Flessenpost

Die Wanderlust der Flaschenposten. Oder wie ein Kunstprojekt baden ging

In meinem letzten Artikel hatte ich geschrieben, dass meine für ein Kunstprojekt gedachte Flaschenpost schwimmen wollte. Das geht auch anderen so. So wie letztens am Skulpturenpark an der Rur. Kein Tippfehler, es geht um die Rur „ohne h“, ein Flüsschen, dass bei Roermond in die Maas mündet, sich aber vorher durch die Jülicher Börde schlängelt, unter Anderem durch des kleine Örtchen Linnich in Kreis Düren.

Dort wird im Rahmen des Linnicher Kultursommers regelmäßig ein temporärer Skulpturenweg mit Installationen verschiedener Künstler eingerichtet. In diesem Jahr beteiligte sich Silke Jüngst. Sie legte am Flussufer zahlreiche Flaschenposten aus. Und die sind, wie eine Nachricht vom 1. August sagt, einfach verschwunden, bis auf ganz wenige. Schwuppdiwupp, einfach weg! – Baden gegangen?

Ja, wahrscheinlich. Ein paar noch zwischen Steinen im Wasser herumdümpelnde Flaschen deuten jedenfalls auf irgendeine Art von Posteinwurf hin.

200 Postflaschen am Ufer der Rur. Foto mit freundlicher Erlaubnis von Silke Jüngst.

Das wahr wohl irgendwie anders gedacht. Weiterlesen

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131 Jahre, 223 Tage: der neue Rekord der längsten „Reise“zeit einer Flaschenpost

Anfang 2018 gefunden, nun offiziell im Western Australian Museum in Perth vorgestellt:

Eine der ältesten Flaschenposten, die von der Deutschen Seewarte zur Erfoschung von Meeresströmungen ausgesetzt wurden (mehr dazu hier), ist am 21. Januar diesen Jahres am Strand von Wedge Island, ca 180 km nördlich von Perth gefunden worden.

Die Buddel  würde eine interessante Dekoration in ihrem Bücherregal abgeben, dachte die Finderin Tonya Illman. Sie war zufällig auf die vierkantige, olivgrüne Flasche mit der Profilprägung einer niederländischen Genever-Brennerei gestoßen. Sie lag zwischen jeder Menge anderem Treibgut auf dem breiten Sandstrand, ca 70 m abseits des Spülsaumes.

Ein Korken fehlte. Er war wohl verrottet. Bei näherem Hinsehen und Ausschütten des darin befindlichen Sandes (vielleicht Ballastsand, vielleicht auch eingewehter Strandsand) zeigte sich aber, dass die Buddel noch mehr in sich hatte: ein zusammengrolltes und sorgfältig verschnürtes Papierröllchen. Es war eine Flaschenpost!

Die Finder Tonya und Kym Illman und ihre Familie begriffen sofort, was sie da für ein martimes Kleinod vor sich hatten. Und sie taten das Beste, was sie überhaupt tun konnten: Weiterlesen

Kategorien: Historisches, Lexikalisches | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | 12 Kommentare
 
 

Die Kunst, eine Flaschenpost zu gestalten.

Hier geht es um das Schreiben und Basteln von Flaschenpost. 🙂 Damit meine ich nicht ein stilvoll verpacktes Geldgeschenk, einen Hochzeitsglückwunsch oder eine Einladung zu einem Kinder-Piratengeburtstag, sondern eine echte seetüchtige Briefbuddel, die wie in alten Tagen eine persönliche Botschaft über das Meer oder den Fluss hinunter trägt.

Für alle, die nach solchen Basteltips suchen, klebe ich diese Anleitung hier auf die Startseite, damit es gleich losgehen kann. (Eine Kurzfassung für Kinder  gibt es =>hier.)

Aber auf diesem Blog gibt es natürlich viel mehr Flaschenpostgeschichten zu entdecken. Ich lade deshalb herzlich dazu ein, mal in den „neuesten Beiträgen“ oder in den „Artikeln nach Themen“ in der rechten Spalte zu stöbern! (Dazu evtl. ein bischen nach unten scrollen. Bei Handys ganz nach unten!) Oder auch mal einen Suchbegriff in das Textfeld darüber einzugeben und zu gucken, was dann kommt. Alle unterstrichenen oder blauen Begriffe, auch in den Texten, sind Verknüpfungen („links“) zum weitersurfen. Viel Freude dabei!

Aber nun gehts los:

Flasche her, Zettel rein, Deckel drauf, – und tschüß!

Maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Flaschenpost: maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Das ist simpel, dafür braucht man keine Anleitung. Die allermeisten Flaschenposten entstehen so. Manch einer  stopft einfach eine Visitenkarte in die Buddel*. Okay, so kanns gehen. Gegen solche Spontanflaschenposten ist auch gar nichts einzuwenden, oft sind gerade sie für besondere Überraschungen gut. Aber wenn man etwas Zeit hat, darf eine Flaschenpost schon etwas mehr Mühe wert sein, finde ich. Immerhin geht es darum, ein Stück maritime Romantik in das technische Zeitalter zu retten, einem Menschen eine Freude zu machen oder auch zum Nachdenken anzuregen. Deswegen hier ein paar Impulse zum Herstellen von richtig stilvollen Flaschenposten.

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