Beiträge mit dem Schlagwort: message in a bottle

Blutige Briefe

Mysteriöser kann das Ambiente kaum sein:

PragerBotschaft2

(Screenshot ZDF-Samstagskrimi „Prager Botschaft“)

Gewitter. Eine heruntergekommene, düstere Wassermühle, irgendwo in Tschechien. In einem Verlies ein Gefangener. Er schreibt einen Brief. Mit dem eigenen Blut auf eine Zeitung. Eine Flaschenpost.

Hach, so mögen wir das!

Was die Szenerie für ein Historiendrama sein könnte, ist die Eingangssequenz des zuletzt im ZDF ausgestrahlten Samstagskrimis „Prager Botschaft“. Wie das Wortspiel des Titels sagt, tatsächlich mit einer historischen Handlungsebene.

Die Flaschenpost wird im Film von einem Hamburger Elbfischer aus dem Wasser gezogen. Noch einmal „Hach!“, bevor der Krimi dramatisch wird. Dieser Fischer, – wettergegerbtes Gesicht, Prinz-Heinrich-Mütze, weißer Vollbart wie der betagte Kaiser Wilhelm II -, der ist entweder aus dem Ohnsorg-Theater oder aus einem Werbespot für Urlaub an der Nordseeküste entschlüpft, oder? Aber wirklich schön aufgenommen, richtig idyllisch, wie der Ewer im Strom liegt!

PragerBotschaft3

Ein Schiffer wie aus dem Kinderbuch. (Screenshot ZDF-Samstagskrimi „Prager Botschaft“)

Die Szene, wie der Schiffer sein Netz aus dem Wasser zieht und den Müll aus dem Fang sortiert, erinnert stark an Weiterlesen

Advertisements
Kategorien: Sammelsorium | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Sheffield Drop Offs – Part 3

Das Flaschenpost Projekt

As you probably know by now I spent last week in Sheffield, mainly to work on my writing, but also with the aim to drop off a couple of bottles.

I wrote about my preparation in a first part here. There I showed you the four bottles I prepared, the four bottles that Peter sent me to dispatch for him, and I also mentioned that I packed two empty bottles for possible by-standers to fill.

In the second part I spoke about arriving in Sheffield and discovering that the Don where I put my bottles is full of little islands, had little water and current and in addition a lot of weirs. I dropped in both bottles nonetheless, and was able to observe Peter’s bottle getting stuck pretty much immediately, so probably now you want to know what happened next with it.

Peter’s Bottle No. 100

On the top…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.053 weitere Wörter

Kategorien: Flaschenpostmeldungen und Flaschenpostreisen, Kunst - Projekte, Persönliche Geschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sheffield: Part 2 – Day 1, Twice the No. 100

Das Flaschenpost Projekt

From 9th – 12th October I spent a couple of days in Sheffield. They were my personal writer’s retreat: I booked myself into a hotel and spent my days there to write. BUT of course I carried a couple of bottles to dispatch there. I had a really good time, with walks along the river and canal, discovering little and big things on my excursions, with new ideas and trying marmite for the first time – and got a lot of writing done.

Unfortunately because I was writing anyway, I failed to write here on this blog while things were happening, which I now realise was a mistake: Packing everything I want to tell and show you into one big blogpost is just too much. So I decided to split it into three (or maybe it will turn out four) parts. You can find the first part here

Ursprünglichen Post anzeigen 1.064 weitere Wörter

Kategorien: Flaschenpostmeldungen und Flaschenpostreisen, Kunst - Projekte, Persönliche Geschichten | Schlagwörter: , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Zwei „Hunderter“ für Sheffield. (With English summary)

Schon viele Flaschenpostler habe es mir gestanden: Bevor sie „die Post einwerfen“, schauen sie sich erst einmal verstohlen um. Guckt auch niemand? Bloß keine spöttischen Blicke wegen solchem „Kinderkram“ einfangen oder gar Mecker wegen Umweltverschmutzung!

Hilke

Pretty postie: Künstlerin und Autorin Hilke Kurzke.

Hilke Kurzke macht es anders. Sie läd öffentlich zu ihren Flaschenabwürfen ein. So erhielt ich letztens über Facebook die Einladung zu einem „Message in a Bottle Drop-Off“:

I am going to spend a couple of days in Sheffield and am planning to drop a couple of bottles into the river Don.

Let’s meet up and make it a splash-party.
* You could drop your own bottle.
* I’ll bring a couple of blanks for you to make your own on the spot.
* Exact time and location is due to negotiation – so let me know if you think you can come, and we’ll arrange a meeting point.

Afterwards we’ll have a cuppa from the thermo or go to a cafe and can discuss messages in bottles, art outside galleries, or life in general.

Das hätte mich ja nun gereizt. Aber Sheffield? Wo liegt das eigentlich? Weiterlesen

Kategorien: Kunst - Projekte, Persönliche Geschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , | 2 Kommentare

131 Jahre, 223 Tage: der neue Rekord der längsten „Reise“zeit einer Flaschenpost

Anfang 2018 gefunden, nun offiziell im Western Australian Museum in Perth vorgestellt:

Eine der ältesten Flaschenposten, die von der Deutschen Seewarte zur Erfoschung von Meeresströmungen ausgesetzt wurden (mehr dazu hier), ist am 21. Januar diesen Jahres am Strand von Wedge Island, ca 180 km nördlich von Perth gefunden worden.

Die Buddel  würde eine interessante Dekoration in ihrem Bücherregal abgeben, dachte die Finderin Tonya Illman. Sie war zufällig auf die vierkantige, olivgrüne Flasche mit der Profilprägung einer niederländischen Genever-Brennerei gestoßen. Sie lag zwischen jeder Menge anderem Treibgut auf dem breiten Sandstrand, ca 70 m abseits des Spülsaumes.

Ein Korken fehlte. Er war wohl verrottet. Bei näherem Hinsehen und Ausschütten des darin befindlichen Sandes (vielleicht Ballastsand, vielleicht auch eingewehter Strandsand) zeigte sich aber, dass die Buddel noch mehr sich hatte: ein zusammengrolltes und sorgfältig verschnürtes Papierröllchen. Es war eine Flaschenpost!

Die Finder Tonya und Kym Illman und ihre Familie begriffen sofort, was sie da für ein martimes Kleinod vor sich hatten. Und sie taten das Beste, was sie überhaupt tun konnten: Weiterlesen

Kategorien: Historisches, Lexikalisches | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | 11 Kommentare

Die mysteriösen Flaschenposten der RMS Lusitania.

RMS Lusitania

Die RMS Lusitania, ein seinerzeit hochmoderner Ozeanriese. Quelle: Wikipedia (gemeinfrei).

Vor 100 Jahren, am 7. Mai 1915 um 14:10 Uhr, erschütterte eine Detonation den britischen Passagierdampfer RMS Lusiania. Kurz darauf erfolgte eine weitere Explosion. Der 239 m lange und 44.000 t verdrängende Transatlantik-Liner der Cunard-Rederei, eines der größten und modernsten Schiffe seiner Zeit, versank innerhalb von 18 Minuten. 1198 Menschen wurden in den Tod gerissen.

Der Irrsinn des Krieges.

Die deutsche Kriegsmarine hatte Unterseeboote als neue technische Wunderwaffe entdeckt.  Im Ersten Weltkrieg wurden sie zum ersten Mal in großem Maßstab eingesetzt. Neben Kriegs- und Handelsschiffen waren auch Passagierschiffe zu Zielen des Seekrieges deklariert worden. Als die Lusitania, nach einwöchiger Reise von New York kommend, im Seerohr der vor der irischen Küste lauernden U-20 sichtbar wurde, war sie für den deutschen U-Bootkommandanten ein gefundenes Fressen. Weiterlesen

Kategorien: Der Geist in der Flasche, Historisches | Schlagwörter: , , , , , , , , , , | 6 Kommentare

Message in a Bottle Call 2014

Ein Projekt, dass mir im letzten Jahr leider völlig durch die Lappen gegangen ist. Sonst wäre ich garantiert mit von der Partie gewesen!

Die Buddeln sind unbedingt sehenswert!

https://igakuseimailart.wordpress.com/category/message-in-a-bottle-call-2014-convocatoria-mensaje-en-una-botella-2014/

Kategorien: Kunst - Projekte | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.