Beiträge mit dem Schlagwort: Mineralwasser

Noch einmal die rote Flaschenpost von Föhr: offene Datierungsfragen

In meinem letzten Beitrag hatte ich mich auf die Spur der womöglich ältesten oder zumindest zweitältesten ungeöffneten Flaschenpost begeben. Wir alt sie genau ist, wissen wir nicht, denn von außen sind weder der Absender – sicher irgendein meereskundliches Forschungsinstitut – noch ein Datum zu erkennen. Also musste ich mich auf archäologische Methoden verlegen.

Die Form der Flasche weist Merkmale der sogenannten Torpedoflasche auf, hat aber einen Standboden. Außerdem wurden im offensichtlich gleichen Forschungsprojekt auch noch die altertümlichen Torpedoflaschen benutzt. Die Kampagne mit diesen rot bemalten Buddeln fällt also in die Übergangszeit, in der beide Flaschentypen, – solche mit spitzem und mit flachem Boden -, verwendet wurden. So weit war ich also gekommen. Aber wann genau war das?

Was lag näher, als bei jener Firma anzufragen, die von Beginn der Produktion an (1783!) marktführend im Geschäft kohlensäurehaltiger Erfrischungsgetränke ist: Schweppes. Und ich bekam prompt eine freundliche Antwort aus der Service-Abteilung: Weiterlesen

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Flaschen-Design.

Liebe Hersteller von Getränken und anderen flaschentauglichen Flüssigkeiten, liebe Marketingexperten, liebe Designer!

Die Idee zu meinem an Sie gerichteten Appell kam mir während einer kleinen Meditation im Supermarkt. Ich stand vor dem Regal mit Speiseessig und Salatölen und hatte zu wählen. Zur Auswahl standen Balsamiko-Essig aus Modena, Balsamiko-Essig aus Modena, Balsamiko-Essig aus Modena und, um die Sache in ihrer Vielfalt abzurunden, Balsamiko-Essig aus Modena. Nun bin ich weder Gourmet noch Vier-Sterne-Koch. Zudem waren einige der Sorten, wie ich den Etiketten entnahm, vom gleichen Hersteller, was die Entscheidung nicht einfacher machte. Fast instinktiv griff ich zu einer Flasche halbrechts im mittleren Regal. Sie, also die Flasche, hatte ein harmonisches, etwas altertümliches Aussehen, war aus klarem Glas und mit einem richtigen Korken verschlossen. Genial, dachte ich! Und dabei hatte ich nicht nur meine junggesellenhaften Küchenkünste im Kopf, für die ich den Essig brauchte. Ich meinte auch, später einmal den nostagisch wirkenden Glaskolben in eine malerische Flaschenpost verwandeln zu können.

Ich hatte die Buddel schon in der Hand, als ich zusammenzuckte und die Ware schleunigst zurückstellte. Was mir nun ins Auge stach, war das Preisschild. Und das wirkte, als hätte ich einen Aufkleber mit einem Totenkopf und der Aufschrift „Arsen“ entdeckt! Der Preis überstieg den des in Einheitsflaschen mit trivialem Schraubverschluss abgefüllten Essigs um mehr als das Zehnfache! Weiterlesen

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