Sender und Sammler

Über alle, die von Flaschenposten „viel Aufhebens“ machen.

Meine Flaschenpost

Herzlich willkommen im Kreis der Flaschenpostler, liebe Ulrike! Da wünsche ich ein frohes Treiben und einen fröhlichen Finder! 🙂

Oder sollte ich schreiben: fröhliche Finder? Denn es kommt ja hoffentlich noch die eine oder andere Briefbuddel nach, denke ich. 😉

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Nachdem ich im Internet gelesen habe, wie viele Menschen sich mit dem Anfertigen und Verschicken von Flaschenposten beschäftigen, zum Beispiel auf dem Blog von flaschenposten, habe ich mir überlegt, ob ich mir diesen Kindheitstraum nicht auch endlich einmal erfüllen soll.

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Noch nicht ganz leere Flaschen gibt es in unserem Haushalt eigentlich zur Genüge; die meisten von ihnen sind gefüllt mit Essigen und Ölen, aber auch der ein oder andere feine Likör kann darin sein. Die Frage, die ich mir an dieser Stelle, lautet: Sind sie zum Verpacken einer Flaschenpost auch geeignet?

Als erstes musste eine Flasche dran glauben, in der noch ein kleiner Rest Mirabellenlikör war. Dieses Schlückchen habe ich mir gestern genehmigt und die Flasche gründlich gereinigt. Ohne Inhalt ist sie schwimmfähig, aber wie sieht es aus, wenn ich einen Brief und ein paar Kleinigkeiten darin verstaut habe?

Den Brief hatte ich kurz und knapp gehalten: Ort und…

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Erste Reisegefährten für den Main.

Als heute der Paketpostbote klingelte, wusste ich schon: Da kommt etwas ganz Schönes! Ein Päckchen von Ina, Flaschenpostgestalterin und Autorin des Blogs Bottled Fortune. Sie und zwei weitere Flaschenpostlerinnen hatten mir zugesagt, Kostproben ihrer Kreativität zu schicken. Die will ich demnächst nach Frankfurt mitnehmen und dort dem Main zum Weitertransport übergeben.

Paket

Postflaschenpäckchen, mit süßen Sachen ausgestopft.

Ins Rollen, nein, ins Strömen kam die Sache so: Irgendwann hatte ich hier in der Rubrik Sender und Sammler den Künstler Joachim Römer und seine Installation 1000 und eine Flaschenpost vorgestellt. Das Kunstprojekt war bisher in Bingen und in Duisburg zu sehen. Inzwischen läuft eine Ausstellung mit dem Titel „Mit dem Strom gegen die Zeit: TREIB_GUT FLASCHENPOST“ im Museum für Kommunikation in Frankfurt. Dort wird noch bis zum 16. Oktober 2016 eine Auswahl von 440 der von Römer gefundenen Flaschenposten gezeigt. Museumspädagogische Angebote und Führungen begleiten die Ausstellung. Eine Veranstaltung am 4. September steht unter dem Motto „Der Geist aus der Flasche“. Es wird dabei in einem musikalischen Rahmenprogramm eine Lesung von Oliver Lück aus seinen „Flaschenpostgeschichten“, Vorträge, eine Podiumsdiskussion und eine Führung von Joachim Römer geben. Zu der Talkrunde hat das Museum auf Vorschlag des Künstlers auch Ada Birk und meine Wenigkeit eingeladen. Ich als Blogger könnte etwas zu dem Thema „Flaschenpostgemeinde“ und Networking beitragen.

Klar, dass ich mir das nicht entgehen lasse! Nicht, weil ich mich selbst präsentieren will – eigentlich bleibe ich lieber in Deckung -, sondern weil Weiterlesen

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Eine verschollene Bombe und ein geschlossenes Postamt.

9. Januar 2005. Punkt 12 Uhr wurden die Leinen losgeworfen und die Platessa von Esbjerg tuckerte in die Eckernförder Bucht hinaus. Es hatte kurz zuvor noch ordentlich gepustet und geregnet. Aber nicht nur deswegen blieben die beiden Gaffelsegel des Haikutters an den Bäumen festgebändselt. Mannschaft und Gäste des Traditionsseglers hatten nämlich unter Deck Wichtiges zu beschicken.

Zunächst mal stärkte man sich mit heißen Getränken und Suppe für die bevorstehenden Taten. Dann, als die Tafel abgeräumt war, wurde es feierlich. Zwei gleichlautende Urkunden wurden auf dem Kajütentisch ausgebreitet und alle der Anwesenden setzten ihre Unterschrift unter die Dokumente. Susanne Jeske-Paasch, die Bürgermeisterin von Eckernförde, die „Künstler und Kaoten“, die sich immer Donnerstags in der Wikingerkneipe Utgard trafen und die diese Aktion ausgeheckt hatten. Und natürlich ihr Kopf, Postadmiral Ewald Huß, – mit Rauschebart und breiter Statur ein Kapitän wie aus dem Bilderbuch!

Postadmiral? Ja, darum ging es. Um Post, genauer: Weiterlesen

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Die Erste Hanseatische Flaschenpostgesellschaft…

…ist noch nicht aus der Taufe gehoben. Aber der Name klingt doch echt bombastisch, oder? Richtig schade, dass es nirgendwo ein Pergament und Siegel mit den Insignien einer solchen Gilde gibt. Aber wer weiß, was noch kommt! 😉

Gischt beiseite. Vor einigen Monaten saß ich mit einem Mitarbeiter des Internationalen Maritimen Museums in Hamburg bei einem Cappuccino zusammen und schwadronierte voll Begeisterung über all die Leute, von denen ich wusste, dass sie Flaschenposten basteln, welche sammeln oder die im Rahmen von Kunstprojekten Leute zum Buddelbriefschreiben animieren.

Ob es des denn  auch Treffen, Tagungen oder dergleichen gäbe, wollte der junge Mann wissen. Weiterlesen

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Flaschenpostgeschichten. Ein Abend mit „Käpt’n Kork“.

Das Buch ist ist nun da! Seit Ostern ist es auf dem Markt. Heute hat es der Autor mit einer Lesung in Kiel-Friedrichsort vorgestellt. Ich meine dieses:

Oliver Lück, Flaschenpostgeschichten: Von Menschen, ihren Briefen und der Ostsee. (Hamburg 2016: Rowohlt). TB 240 S.

Vor einiger Zeit hatte ich in diesem Blogartikel geschrieben, wie der reiselustige Journalist mit dem Spitzbart mich in sein Buchprojekt involvierte. Deswegen würde es für mich nicht so richtig passen, eine Rezension zu schreiben. Aber ein bischen über den heutigen Abend plaudern, das will ich mir nicht nehmen lassen.

Die Buchhandlung Almut Schmidt ist einer jener Läden, die sich mit Engagement, Mut und dem Charme des Individuellen gegen die mehrstöckigen Buchkaufhäuser der Innenstädte stemmen. Hoffentlich mit Erfolg! Hier, ganz nah an der Ostsee, sollte Oliver Lücks Lesereise beginnen. Weiterlesen

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Inspirationen

Einmal fragte mich eine Jounalistin, wer meine Flaschenposten finden solle. Nun, das kann man sich natürlich nicht aussuchen. Aber ich schilderte ihr als Wunschempfänger einen wachen, aufmerksamen Menschen, der sich nicht mit Mainstream-Konsum absättigen lässt. Jemanden, der ein Auge für die Natur und einen Sinn für das Unscheinbare hat. Jemanden, der offen ist für die Poesie des Zufalls.

So jemand ist Ina: eine sensible Beobachterin der Natur und ausgezeichnete Fotografin, die ihre Erlebnisse in ihrem Blog Heute schon gelebt auf sympathische Weise erzählt. Neuerdings sammelt sie bei Strandspaziergängen nicht nur schöne Muscheln und Steine, sondern auch Meerglas. Eine Flaschenpost hat sie allerdings bislang noch nicht gefunden. Aber dafür wird sie nun selbst welche auf die Reise schicken. Und sie wird darüber in einem neuen Blog bottled fortune berichten.

Also, herzlich willkommen im Club und ganz ganz viel fortune, liebe Ina! 🙂

Bottled Fortune

Es gibt so viele wundervolle Menschen rund um die Themen „Flaschenpost“ und „Meerglas“, die mich inspiriert haben. Mein Dank gilt Peter von den Flaschenposten, Ann-Christin mit ihrem Buch und ihrer Website Meerglas und nicht zuletzt Hilke mit ihren wundervollen Kunstobjekten zum Flaschenpost Projekt.

November 2015 an der dänischen Nordseeküste: Ich sammle fleißig Meerglas, das Glück ist mir hold. So gerne würde ich mal eine Flaschenpost am Strand finden, das wünsche ich mir seit Jahrzehnten. Da ist mir das Glück überhaupt nicht hold. Der Gedanke an Hilke, die sagt, dass es nicht darauf ankommt, wie weit ihre Flaschenpost kommt. Hauptsache, sie hat damit dem Finder Glück und Freude gebracht.

Genau. Darum geht es doch: Dem Finder Freude bereiten. Und vielleicht noch einen kleinen Glücksbringer dazu packen? Ja, das mache ich! Eine Idee ist geboren und will umgesetzt werden.

Der Name des Projekts: Bottled Fortune. Ja, ist in Englisch…

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Neu in der Zunft: Feodora Federkiel.

Die kleine Gemeinde der Flaschenpostler hat Zuwachs bekommen. Der Neuling in der Zunft der Flaschenpostler trägt den Namen Feodora Federkiel und hat gestern auch ein Website online gestellt.

Feodora wohnt offensichtlich an einem (schiffbaren?) Fluss und schreibt ihre Botschaften in einer altertümlichen Handschrift: in Sütterlin. Diese Schrift ist vor 100 Jahren in deutschen Schulen eingeführt und 1941 wieder abgeschafft worden. Sie dürfte also kaum irgendjemandem geläufig sein. Für die Finder gibt es damit ein Rätselraten, Recherchieren und alte Leute Fragen. Welch eine reizvolle Idee!

Feodora fotografiert scheinbar gerne. Und ihre Flaschenposten sind, wie man auf den Fotos sieht, professionell gemacht. Sie verwendet robuste klare Glasflaschen, die Briefe sind ordentlich zusammengebunden, sogar die Schnappverschlüsse hat sie noch mit Wachs abgedichtet. Aber mehr wissen wir von der Dame mit dem klangvollen Namen und nostalgischem Federzug nicht.

Warten wir mal ab, wann und wo die Zeilen mit der urgroßmütterlichen Formgebung auftauchen. 🙂

Der Debütantin in der Zunft viel Freude beim Schreiben weiterer Flaschenbriefe, den Findern viel Spaß beim wohl nicht so ganz einfachen Lesen! 🙂

Ein kleines bischen mehr gibt es über Frau Federkiel hier zu lesen.

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