Die Kunst, eine Flaschenpost zu gestalten.

Die Allermeisten, die von Suchmaschinen aus auf diesem Blog landen, suchen nach Basteltips für ihre Flaschenpost. Für die klebe ich diesen Artikel auf die Startseite, damit es ohne viel Sucherei gleich losgehen kann. Und zwar nicht mit einem Hochzeitsglückwunsch oder einer Einladung zu einem Kindergeburtstag, sondern mit einer echten seetüchtigen Flaschenpost! 🙂 

Ich lade aber auch herzlich dazu ein, mal in den „neuesten Beiträgen“ oder in den „Artikeln nach Themen“ in der rechten Spalte zu stöbern! (Dazu evtl. ein bischen nach unten scrollen.) Oder auch mal einen Suchbegriff in das Textfeld darüber einzugeben und zu gucken, was dann kommt. Alle unterstrichenen Begriffe, auch in den Texten, sind Verknüpfungen („links“) zum weitersurfen. Viel Freude dabei!

Aber nun gehts los:

Flasche her, Zettel rein, Deckel drauf, – und tschüß!

Maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Flaschenpost: maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Das ist simpel, dafür braucht man keine Anleitung! Die allermeisten Flaschenposten entstehen so. Manch einer  stopft einfach eine Visitenkarte in die Buddel*. Okay, so kann’s gehen. Gegen solche Spontanflaschenposten ist auch gar nichts einzuwenden, oft sind gerade sie für besondere Überraschungen gut. Aber wenn man etwas Zeit hat, darf eine Flaschenpost schon etwas mehr Mühe wert sein, finde ich. Immerhin geht es darum, ein Stück maritme Romantik in das technische Zeitalter zu retten, einem Menschen eine Freude zu machen oder auch zum Nachdenken anzuregen. Deswegen hier ein paar Impulse zum Schreiben und Basteln von Flaschenposten.

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Scottish Author of 46 Year Old Message in a Bottle Has Been Found!

Flaschenpost(sender)jäger Clint Buffington hat mal wieder zugeschlagen und den „Donkeyman“ aufgestöbert!

Hier seine Fortsetzung dieser Geschichte.

Message In A Bottle Hunter

Well it was a long hard search, but we did it! We found „Donkeyman“ James Robertson who sent a message in a bottle 46 years ago!

The story about James Robertson’s message broke in early January when Bernd Igwerks found the half-century old bottled note washed ashore on the small German island of Norderney.

bernd-igwerks-james-robertson-message-in-a-bottle Bernd Igwerks, with the 46 Year Old Message in a Bottle He Found. Photo courtesy: Nomo Online / nomo-norderney.de

I knew right away that there had to be special story behind this bottle–and a special person. Turns out I was right!

So, are you ready to meet James? Actually, he goes by Jimmy. Drumroll please!

Here he is, rock ’n rolling at the Beatles Cafe!

jimmy-robertson-at-the-beatles-cafe

And guess what? Guess what! Somewhere along the way, he fell in loooooove… ❤ ❤ ❤

jean-dancing Jean Robertson, looking great striking a pose!

jean-birthday-copy Jimmy’s wife, Jean.

Jimmy told me the story behind his…

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42 Days on Beer and Cake

Mal wieder Döntjes! Da hat mein Freund Clint eine ziemlich „unmögliche“ Geschichte aufgetrieben! 😉

Das erinnert stark an den Laububenstreich mit der Lustiania-Flaschenpost.

Message In A Bottle Hunter

On January 30th, 1895, a German steamship called Elbe was in the North Sea, making her way from Bremerhaven to New York carrying 354 passengers.

ss_elbe_1881 SS Elbe

In the predawn hours of January 31st, she was accidentally rammed by

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Eine Wanderflaschenpost entsteht.

Hier eine ausführliche Anleitung zum Basteln einer Wanderflaschenpost, also einer Flaschenpost, die vom Finder wieder neu ausgesetzt werden soll.

flaschenpost_mrn2016

„Ich wusste, dass du mal so etwas machen würdest“, meinte meine Flaschenpost- und Bloggerkollegin Ina, als sie von diesem Projekt erfuhr. Mit „so etwas“ war eine Wanderflaschenpost gemeint. Kannte sie mich aus meinen bisherigen Aktivitäten schon so gut oder hatte ich mal irgengdetwas davon verlauten lassen? Keine Anhnung.

bugelverschluss Heutzutage schon selten: Schnappverschluss mit Keramikstopfen

Wie auch immer, die Idee war mir gekommen, als ich bei den Haushaltswaren im Supermarkt eine klare 350 ml Flasche mit Schnappverschuss entdeckte. Weil der Stopfen des Schnappverschlusses aus Keramik war, griff ich sofort zu. Eine goldrichtige Entscheidung, denn schon bei der nächsten Lieferung wenige Tage später waren die Stopfen aus weißem Kunststoff. Und Plastik ist nun mal gegen die Ehre der Flaschenpostlerzunft: anfällig gegen Seewasser, UV-Strahlung oder sonst einen Zahn der Zeit, zerbröselt das Zeug irgendwann und belastet als Microplastik die Umwelt. Außerdem beißt sich das mit meinem nostalgischen Stilempfinden.

Ein Bügelverschluss lässt sich…

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Mein Papier als Passagier.

Anlässlich der Ausstellung „Der Rhein: eine Flussbiografie“ hat die Bundeskunsthalle in Düsseldorf Flaschenposten mit Zetteln von Besuchern im Rhein ausgesetzt.

Hier ein Video vom ersten Abwurf. Die Flasche hatte sogar einen Sender, der sich aber schnell in den Urlaub verabschiedet hat.

Nun, nach Ende der Ausstellung, ist die letzte Buddel auf die Reise Richtung Nordsee gegangen. Oder auch nicht. Zumindest ist sie am Spülsaum deponiert worden. Warten wir mal ab, was passiert.

Unter Anderem enthält sie ein kleines Machwerk von mir. Natürlich passend zum Thema Kunst. 😉 Da ich selbst nicht hin konnte, hat Ada Birk liebenswürdiger Weise den Kurierdienst übernommen und meine „Zigarre“, eine dicke braune Rolle, für mich in Düsseldorf in die Flasche gefriemelt. Ganz herzlichen Dank, Ada!

Hier eine Abschiedsimpression. – Hach, wie beschaulich! 😉

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Help Solve This Lithuanian Message in a Bottle! Seeking Žygis, Aivaras, and Modestas!

Message In A Bottle Hunter

One day in 2013, a young woman named Jess and her dog were walking along the beach on the UK’s east coast.

jess-tebbett-and-pup-1

Suddenly, something caught her eye

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Eine verschlüsselte Flaschenpost aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg.

Flaschenposten sind früher ganz ernsthaft zur Nachrichtenübermittlung eingesetzt worden. Zumindest hat man es versucht. Sogar im Krieg zur Übermittlung militärischer Details. Ein nicht gerade erfolgversprechendes Verfahren. Hier ein Beispiel aus den Amerikanischen Bürgerkrieg:

1863 sollte eine geheime Nachricht in einem knapp zwei Zoll langen, mit einer Pistolenkugel beschwerten Arzneiglas über den Mississippi in die Stadt Vicksburg treiben.

Die Kleinstadt wurde damals von Generalmajor Grants Unionstruppen belagert. Unter seinem Kommando standen ihm 70’000(!) Soldaten der Tennessee-Armee, von denen er etwa die Hälfte für die Belagerung einsetzte, nebst allem, was die Kriegmaschinerie der Nordstaaten an schwerer Artillerie, Mörsern, Kanonenbooten usw. zu bieten hatte. Die gut 17’000 Konföderierten unter Generalleutnant Pemberton, die sich dort verschanzt hatten, waren vom Nachschub abgeschnitten. Ausgehungert – es kamen bereits Hunde, Katzen, Ratten und Suppe aus Tapetenkleister auf den Teller – und durch wochenlanges Geschützfeuer geschwächt, standen diese im Mai 1863 schon kurz vor der Niederlage. Die einzige Chance war ein Befreiungschlag von außen durch die von Generalleutnant Johnston geführten Konföderiertentrupppen, die einige Kilometer weiter östlich der Stadt Stellung bezogen hatten. Doch die wurden von der anderen Hälfte von Grants Armee in Schach gehalten und waren obendrein durch Malaria geschwächt.

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Grausiges Feuerwerk. (Bild: U.S Naval Academy Museum, gemeinfrei.)

Und Johnston wollte nun die Belagerten per Flaschenpost über die Situation informieren.  Als der Kurier mit dem wasserdicht verpackten Kurzbrief am Flussufer ankam, hatte die Stadt aber bereits kapituliert und er musste unverrichteter Dinge zurückkehren. Na ja, selbst wenn der Zettel mit den mageren fünf verschlüsselten Zeilen rechtzeitig bei Pemberton angekommen wäre, hätte das wenig Hoffnung für die Belagerten gebracht. Um nicht zu sagen, die Botschaft hätte ungewollt zynisch gewirkt. Sie enthielten nur die Mitteilung, dass Johnston keinen Entlastungsangriff mehr durchführen konnte. Aber man möge ihn bitte informieren, wenn ein Ausbruchsversuch geplant sei, dann würde man eventuell doch umdisponieren. Also einfach auf „Auf diese Nachricht antworten“ klicken!  – Ach so, das geht ja bei Flaschenpost nicht. Na gut, hier der Text, entschlüsselt:

„Gen’l Pemberton:

You can expect no help from this side of the river. Let Gen’l Johnston know, if possible, when you can attack the same point on the enemy’s lines. Inform me also and I will endeavor to make a diversion. I have sent some caps (explosive devices). I subjoin a despatch from General Johnston.“

Mich persönlich interessiert Militärgeschichte nicht sonderlich. Aber dass der Versuch unternommen werden sollte, eine Nachricht in einem gerade mal daumengroßen Gläschen¹ auf dem Fluss zwischen den Panzerschiffen der Belagerer hindurch zu den Eingeschlossenen treiben zu lassen, in der Hoffnung, dass diese im Kugelhagel auch gefunden und dem Adressaten zugestellt wird, finde ich schon faszinierend. Es ist eigentlich eine groteske Vorstellung.

Ungeöffnet gelangte das Fläschchen 1896 in die historische Sammlung des Museum of Confederacy in Richmond (VA) und war dort lange Zeit ausgestellt.

Erst 2008 wurde die Phiole mit großer konservatorischer Sorgfalt geöffnet, untersucht und der Text durch Mitiärhistoriker mit einem bekannten Code entschlüsselt. Hier verknüpft die m. E. interessante Dokumentation über die Flaschenpost und ihren historischen Zusammenhang.

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¹ Ich besitze eine Medizinflasche in vergleichbarer Größe, die gar nicht schwimmen würde. Erst recht nicht mit einer Bleikugel darin.

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Archives of the Sea: „A Message From a Wrecked Bark“

Was bringt Menschen dazu, Seenot-Flaschenposten zu türken?

Auch eines der ungelösten Rätsel!

Ich selbst habe hier über die Lusitania-Flaschenposten geschrieben. Nachfolgend ein Beitrag von Clint Buffington:

Message In A Bottle Hunter

What is a „Bark,“ you ask?

Ya’ll, this is a Bark!

bark-or-barque-style-sailing-ship 19th Century 3-masted Bark or Barque Style Sailing Ship. Photo from Library of Congress.

Also known as a Barque, this style of sailing ship

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