Die Kunst, eine Flaschenpost zu gestalten.

Die Allermeisten, die von Suchmaschinen aus auf diesem Blog landen, suchen nach Basteltips für ihre Flaschenpost. Für die klebe ich diesen Artikel auf die Startseite, damit es ohne viel Sucherei gleich losgehen kann. Und zwar nicht mit nicht mit einem Hochzeitsglückwunsch oder einer Einladung zu einem Kindergeburtstag. Sicher werden auch diejenigen, die  so etwas mit maritimem Flair gestalten oder ein  Geldgeschenk stilvoll verpacken möchten, die eine oder andere Anregung  finden. Aber eigentlich geht es hier um das Basteln einer echten seetüchtigen Flaschenpost! 🙂
(Eine Kurzfassung für Kinder  gibt es hier.) 

Ich lade aber auch herzlich dazu ein, mal in den „neuesten Beiträgen“ oder in den „Artikeln nach Themen“ in der rechten Spalte zu stöbern! (Dazu evtl. ein bischen nach unten scrollen. Bei Handys ganz nach unten!) Oder auch mal einen Suchbegriff in das Textfeld darüber einzugeben und zu gucken, was dann kommt. Alle unterstrichenen oder blauen Begriffe, auch in den Texten, sind Verknüpfungen („links“) zum weitersurfen. Viel Freude dabei!

Aber nun gehts los:

Flasche her, Zettel rein, Deckel drauf, – und tschüß!

Maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Flaschenpost: maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Das ist simpel, dafür braucht man keine Anleitung! Die allermeisten Flaschenposten entstehen so. Manch einer  stopft einfach eine Visitenkarte in die Buddel*. Okay, so kanns gehen. Gegen solche Spontanflaschenposten ist auch gar nichts einzuwenden, oft sind gerade sie für besondere Überraschungen gut. Aber wenn man etwas Zeit hat, darf eine Flaschenpost schon etwas mehr Mühe wert sein, finde ich. Immerhin geht es darum, ein Stück maritime Romantik in das technische Zeitalter zu retten, einem Menschen eine Freude zu machen oder auch zum Nachdenken anzuregen. Deswegen hier ein paar Impulse zum Schreiben und Basteln von Flaschenposten.

Weiterlesen

Kategorien: Wie und warum? | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , | 31 Kommentare

Etikettenschwindel: Nicht jede Nachricht ist eine Flaschenpost!

In früheren Jahrhunderten waren Flaschenposten oft adressiert. Finder wurden gebeten, die Flaschenbriefe an eine bestimmte Anschrift weiterzuleiten. Vielleicht an die Admiralität, die eine Expedition ausgesandt hatte, an ein hydrographisches Institut, das Daten zu Meeresströmungen sammelt, an die Reederei des Schiffes oder einfach an die Seemannsbraut daheim. Notfalls waren Konsulate dabei behilflich. Trotzdem war ungewiss, wann, wo und ob überhaupt so eine Botschaft gefunden wurde.

Bitte an die Admiralität weiterleiten. Letzte Nachrichten von Franklins tragisch gescheiterter Expedition.

Man kann eine Flaschenpost mit einer konkreten Absicht absenden, z. B. um über den Verlauf oder auch das Scheitern einer Seereise zu informieren oder um damit Meeresströmungen zu erforschen. Aber man kann sie, – anders, als wenn man den Briefkasten an der Haustür öffnet -, nicht mit einer konkreten Absicht finden. Ob eine Kommunikation zwischen Sender und Empfänger zustande kommt, ist offen.

Das gilt freilich auch für andere Kommunikationsprozesse. Theodor W. Adorno empfand es so angesichts der neuen Musik. Selbst Musiker und Komponist, faszinierte ihn die  atonale Musik Arnold Schönbergs. Allerdings war er mit seinem Interesse ziemlich allein. Die Zwölftontechnik wurde von der Öffentlichkeit seinerzeit nicht wahrgenommen oder nicht verstanden. „Keiner will mit ihr etwas zu tun haben, sie verhallt ungehört, ohne Echo“ Es blieb ungewiss, ob sich Weiterlesen

Kategorien: Der Geist in der Flasche, Sammelsorium | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

German Summer Dispatches Part I: The Ferry and Telgte (reblogged)

Auch hier noch einmal vielen lieben Dank an Hilke Kurzke für das Mitnehmen und Aussetzen meiner Flaschenpost mit der zugegebenermaßen recht obskuren Beschriftung des Briefes. Und natürlich für die nachfolgend rebloggte anschauliche Schilderung der Reise und die stimmungsvollen Bilder!

In den darauffolgenden Tagen gab es West- und Südwestwind auf der Nordsee, oder? Vielleicht ganz gut, wenn meine Buddel irgenwo hintreibt, wo mein holperiges Schulenglisch nicht ganz so derb auffällt (vielleicht zur Wrangel-Insel oder so). 😀 Aber der Finder hat ja selbst Schuld, wenn er meine Anweisungen missachtet und das Papierröllchen öffnet. 😉

Was Hilkes Fläschchen angeht, so sehe ich im Geiste die Fensterbank eines idyllischen Schleusenwärterhäuschens (mit Sprossenfenster und so), auf der sich inzwischen eine kleine Galerie deiner Werke versammelt…
Na, hoffen wir mal, dass es dort doch ein paar mehr Menschen mit Paddelboot, Kescher und offenen Augen gibt!

Das Flaschenpost Projekt

Like every year, we did a trip to see family in Germany at the end of August. This year, like so many before, I took a selection of bottles with me:

August 19th North Sea

My bottle number 107 and Peter’s „Do not Open!“ looking out of our cabin’s window to watch the English coast go by

On Monday August 19th we boarded the „Pride of Rotterdam“, the ferry that goes between Kingston upon Hull in England to Rotterdam in the Netherlands. In my luggage I brought 9 of my own little bottles, and one of Peter’s.

Our schedule on the ferry is pretty much the same every time we go: We arrive at between 5 and 6 on the ship and „move in“ to our cabin. The kids are given a chance to explore the ship (every time delighted that it hasn’t changed from last time). Then we eat…

Ursprünglichen Post anzeigen 940 weitere Wörter

Kategorien: Flaschenpostmeldungen und Flaschenpostreisen | Schlagwörter: , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

West Coast / Irish Sea Dispatches Part 3 – North Wales, Llandudno and Rhos-On-Sea (reblogged)

Nach Abschluss ihres ersten Bottled-Art Workshops in Nottingham schrieb mir Hilke Kurzke, sie sei wohl diesen Sommer mit dem Austragen von Post beschäftigt. Obwohl ich nicht selbst dabei war, habe ich mit dafür gesorgt, dass Hilke nun bei Familienausflügen an die See ordentlich zu schleppen hat (mich hat da ziemlich der Hafer gestochen). So waren zwei Flaschenposten von mir auch bei der letzten Tour an die Küste von Wales, die sie im unten rebloggten Artikel beschreibt, mit im Gepäck.

Schroffe Klippen rechts und links, mondäne victorianische Architektur dazwischen, eine eindrucksvolle Seebrücke und ein Abwurf nach allen Regeln des Flaschenpost-Bingo, besser kann ein Flaschenpost-Start doch kaum gehen!

Ich hätte ihr und den Kindern natürlich besseres Wetter für den Ausflug gegönnt, aber die düsteren Wolken geben der Seereise unserer Buddeln einen Hauch von Abenteuer.
Auch hier noch einmal ganz herzlichen Dank für das Einwerfen der Post!

Hier der Artikel, mit einer herzlichen Einladung, weiter auf Hilkes Blog zu stöbern:

Das Flaschenpost Projekt

Llandudno Pier

After having dispatched bottles in Chester on Thursday and Liverpool on Friday, it was time for North Wales on Saturday. At the Breakfast table we had still not quite decided where to go. But it was clear that we’d take the A55, and we’d decide on the spot whether to stop in Colwyn Bay or drive on to Llandudno. And since both kids were still patient when we came close to the first, we made it to the latter.

As you can see in the photo above, the beach close to the pier is of sand. Much of the beaches in North Wales are pebbles, and I suppose that there is some sand there, is what makes Llandudno attrative as a seaside resort. This is what a town looks like, when the Victorians think it makes a good Holiday destination:

Llandudno beach as seen from pier

As…

Ursprünglichen Post anzeigen 555 weitere Wörter

Kategorien: Flaschenpostmeldungen und Flaschenpostreisen, Kunst - Projekte | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

West Coast/Irish Sea Dispatches Part 2 – Liverpool (reblogged)

Many thanks for this impressions of the Liverpool waterside and for throwing away 😉 our works so professionally, also for your invitation to me to say something about the “Wachsecke”. Perhaps I can do it some time, at the latest when it shows up at Sotheby’s.

Das Flaschenpost Projekt

Mersey ferry Mersey Ferry in Liverpool

I mentioned in my previous blogpost that we stopped in Chester on our way to the west coast of Great Britain. We stayed in Ellesmere Port in a Hotel that I can whole-heartedly recommend for their service with children and in terms of accessibility. (I don’t want to turn this into an advertsisement, but if you are interested in travelling into the same direction, I am more than happy to answer a message privately).

The hotel was located directly in between different parts of the canal port, in the more romantic part where narrow boats were mooring. But right behind the house was the entry to these basins, and the rather big canal that is built here right beside the river Mersey  can be seen, and a container port was in range of view. All in all there was a lot of water all around us…

Ursprünglichen Post anzeigen 482 weitere Wörter

Kategorien: Flaschenpostmeldungen und Flaschenpostreisen, Kunst - Projekte | Schlagwörter: , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

An evening with Messages and Art in Bottles (reblogged)

A pity that I couldn’t be there at the workshop in person. But as noted I gave a meddlesome contribution in form of some wacky drift bottles I sent to Nottingham. With two of them I also did my very best to keep the tale of the Official Uncorker of Ocean Bottles alive, – better a good story than dry history! Thank you for taking them with you to the evening, dear Hilke, and also for your report!

 

Das Flaschenpost Projekt

Set up at The Carousel in Nottingham

Last Tuesday, on the evening of the 23rd of July, I hosted my first truly public event ever: Art in Bottles, a workshop and discussion evening about messages in bottles. As a reader of this blog, you’ll know that I prepared a bunch of bottles for it, and Peter S. and Wolf Schindler both sent bottles for me to exhibit, show off and talk about on the evening. So I had 18 bottles to show that evening.

We started off with a round of questions: Is it legal? What about the environmental aspect? How to make a good message in a bottle? What to you write on the letter? Who finds it?

Once that was more or less answered, we all set to work. I brought a variety of materials and tools to make messages in bottles, but several had also brought bottles…

Ursprünglichen Post anzeigen 278 weitere Wörter

Kategorien: Kunst - Projekte | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Abwurf und Fund in der Ostsee / Dispatch and Landing in the Baltic Sea (reblogged)

Anzunehmen, dass meine Flaschenpost Nr. 107, die zusammen mit deiner Nr. 111 auf die Reise ging, auch schon gefunden wurde. Oder noch irgendwo im Bereich der Hohwachter Bucht – Fehmarn am Strand liegt. Mag jemand nachgucken? 😉

Das Flaschenpost Projekt

Wolf Schindler an Bord der Rollo (1)

I am going to tell you today about the dispatch of three bottles and the immediate finding of one of them. Because all the protagonists are German, I am going to write in German with English translations in between.

Wie der Titel schon sagt, will ich heute von einem Abwurf (und auch gleich einem Fund) in der Ostsee erzählen. – Mal wieder auf deutsch, weil alle Protagonisten Deutsche sind. Aber nun der Reihe nach:

Am 16.6. habe ich hier 10 meiner neuen Fläschchen vorgestellt (in der Zwischenzeit sind noch welche dazu gekommen, aber davon ein andermal). Nur einen Tag später, schrieb mir mein Online-Freund und Flaschenpostkumpane Peter Stein aka James Ismael Kuck, ob ich ihm nicht eine oder mehrere der Fläschchen für einen Abwurf in der Ostsee schicken wolle.

On June 16th I wrote a blogpost here, showing off my newest bottles…

Ursprünglichen Post anzeigen 784 weitere Wörter

Kategorien: Flaschenpostmeldungen und Flaschenpostreisen | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Start am Cap de Carteret. Meine normannische Flaschenpost

Unser Vermieter hatte nicht mit Ausflugstips gespart. Meine Landkarte war entsprechend mit Kringeln, Kreuzen und Stichworten vollgekritzelt. (Deutsche Urlauber erkennt man angeblich entweder an Pfandflaschen oder an Landkarten.) Zusammen mit ein paar Verwandten waren meine Liebste und ich in der Normandie. Genauer: auf der in den westlichen Ärmelkanal hineinreichenden Halbinsel Cotentin. So mittendrin, unser Quartier war idyllisches Anwesen auf dem Lande, gut versteckt in einem abgelegenen Tal. Aber zum Meer war es nicht weit. Am Cap de Carteret bei der Ortschaft Barneville-Carteret sollte es schön sein. Also nichts wie hin!

Hach, wie entspannt ging es dort zu! Ja klar, Barneville-Carteret ist ein Urlaubsort, es gibt Hotels, Pensionen, Gaststätten, sogar kleine hübsche Strandhäuschen für Badegäste. Aber im Gegensatz zu den Seebädern an Nord- und Ostsee fehlt diese penetrante Touristik-Atmosphäre mit Verkaufsständen, Imbissbuden, Souvenirläden und dem Gestank fritiertem Fisches völlig.

Vom Marktplatz aus dödelten wir gemütlich an einem Priel entlang – es war gerade Niedrigwasser – in Richtung „plage“, – keine Ahnung, warum die Franzosen ihren Strand so nennen. Auf einer kleinen Klippe harrten irgendwelche verwitterten Gemäuer, angeblich ein deutscher Beobachtungsposten aus den Zeiten des Atlantikwalles, der Dinge, die in den nächsten Jahrhunderten noch kommen sollten.

Ich bin ja an der Küste zu Hause, aber das Strandgefühl ist hier ganz anders. Der Sand fühlt sich anders an. In feuchtem Sand sackt man tiefer ein, er ist nachgibiger. Das Wasser sieht anders aus. Die Brandungswellen sind hell smaragdfarben. Dahinter wird das Meer schnell blau: ein klares Aqamarin, – jetzt weiß ich, warum dieser Edelstein so heißt! Auch die Molluskenarten waren mir neu. Napfschnecken kannte ich bislang gar nicht. Unversehens begann ich, wie ein kleines Kind Muscheln zu sammeln.

Aber dann fiel mir doch noch ein, dass ich etwas zu erledigen hatte. Es war Post einzuwerfen. Flaschenpost natürlich.

Angeblich haben Franzosen einen besonderen Sinn für Ästhetik. Deswegen hatte ich eine schmucke kleine Dekoflasche im Koffer mitgeschmuggelt. Sie war inzwischen mit einem Urlaubsgruß und einer (aus Platzgründen kleinen) Ausgabe der Baltic Sea Scrolls gefüllt. Baltic Sea Scrolls im Golf von St. Malo? Warum nicht, – die New York Times liest man ja auch nicht nur in New York.

FP 106 q

Nennt man den Stil nun „Vintage“ oder „Retro“? Flaschenpost Nr. 106.*

Wäre nicht einer der Zettel mit einem Luftpostaufkleber zusammengeklebt, hätte man die Briefbuddel mit ihrer schwarzen Versiegelung auf den ersten Blick für richtig alt halten können. Aber wir wollen den Finder ja nicht zu sehr foppen.

Luftpostaufkleber? Ja klar, jede Driftfahrt einer Flaschenpost beginnt mit Weiterlesen

Kategorien: Flaschenpostmeldungen und Flaschenpostreisen, Persönliche Geschichten | Schlagwörter: , , , , , , , | 5 Kommentare

Bloggen auf WordPress.com.