Die Kunst, eine Flaschenpost zu gestalten.

Die Allermeisten, die von Suchmaschinen aus auf diesem Blog landen, suchen nach Basteltips für ihre Flaschenpost. Für die klebe ich diesen Artikel auf die Startseite, damit es ohne viel Sucherei gleich losgehen kann. Und zwar nicht mit einem Hochzeitsglückwunsch oder einer Einladung zu einem Kindergeburtstag, sondern mit einer echten seetüchtigen Flaschenpost! :-) 

Ich lade aber auch herzlich dazu ein, mal in den „aktuellen Beiträgen“ oder in den „Artikeln nach Themen“ in der rechten Spalte zu stöbern! (Dazu evtl. ein bischen nach unten scrollen.) Oder auch mal einen Suchbegriff in das Textfeld darüber einzugeben und zu gucken, was dann kommt. Alle unterstrichenen Begriffe, auch in den Texten, sind Verknüpfungen („links“) zum weitersurfen. Viel Freude dabei!

Aber nun gehts los:

Flasche her, Zettel rein, Deckel drauf, – und tschüß!

Maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Flaschenpost: maritime Romantik, in Glas gefüllt.

Das ist simpel, dafür braucht man keine Anleitung! Die allermeisten Flaschenposten entstehen so. Manch einer  stopft einfach eine Visitenkarte in die Buddel*. Okay, so kann’s gehen. Gegen solche Spontanflaschenposten ist auch gar nichts einzuwenden, oft sind gerade sie für besondere Überraschungen gut. Aber wenn man etwas Zeit hat, darf eine Flaschenpost schon etwas mehr Mühe wert sein, finde ich. Immerhin geht es darum, ein Stück maritme Romantik in das technische Zeitalter zu retten, einem Menschen eine Freude zu machen oder auch zum Nachdenken anzuregen. Deswegen hier ein paar Impulse zum Schreiben und Basteln von Flaschenposten.

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Presse, Funk und Fernsehen.

Ein offener Brief an Journalisten und Redakteure.

Es freut mich riesig, wenn mein Blog und das Thema, über das ich schreibe, auf Interesse stößt. Manchmal gibt es sogar Anfragen nach Interviews oder die Bitte um Mitwirkung an Fernsehbeiträgen. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes!

Etwas Besonderes in mehrfacher Hinsicht. Einerseits ist es eine besondere Form der Aufmerksamkeit, die mir da zuteil wird. Und wer freut sich nicht über ein so positives Echo!

Andererseits gibt es auch ein Zuviel von Aufmerksamkeit, und das könnte ungesund sein. Gerade für so einen Zeitgenossen wie mich, der mit seiner Person doch lieber in Deckung bleibt. So kommt es, dass ich in letzter Zeit mehrmals Interviewwünsche von Fernsehredaktionen abgelehnt habe. Warum das?

Reportage

Im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg

Zunächst mal: Weiterlesen

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Erste Reisegefährten für den Main.

Als heute der Paketpostbote klingelte, wusste ich schon: Da kommt etwas ganz Schönes! Ein Päckchen von Ina, Flaschenpostgestalterin und Autorin des Blogs Bottled Fortune. Sie und zwei weitere Flaschenpostlerinnen hatten mir zugesagt, Kostproben ihrer Kreativität zu schicken. Die will ich demnächst nach Frankfurt mitnehmen und dort dem Main zum Weitertransport übergeben.

Paket

Postflaschenpäckchen, mit süßen Sachen ausgestopft.

Ins Rollen, nein, ins Strömen kam die Sache so: Irgendwann hatte ich hier in der Rubrik Sender und Sammler den Künstler Joachim Römer und seine Installation 1000 und eine Flaschenpost vorgestellt. Das Kunstprojekt war bisher in Bingen und in Duisburg zu sehen. Inzwischen läuft eine Ausstellung mit dem Titel „Mit dem Strom gegen die Zeit: TREIB_GUT FLASCHENPOST“ im Museum für Kommunikation in Frankfurt. Dort wird noch bis zum 16. Oktober 2016 eine Auswahl von 440 der von Römer gefundenen Flaschenposten gezeigt. Museumspädagogische Angebote und Führungen begleiten die Ausstellung. Eine Veranstaltung am 4. September steht unter dem Motto „Der Geist aus der Flasche“. Es wird dabei in einem musikalischen Rahmenprogramm eine Lesung von Oliver Lück aus seinen „Flaschenpostgeschichten“, Vorträge, eine Podiumsdiskussion und eine Führung von Joachim Römer geben. Zu der Talkrunde hat das Museum auf Vorschlag des Künstlers auch Ada Birk und meine Wenigkeit eingeladen. Ich als Blogger könnte etwas zu dem Thema „Flaschenpostgemeinde“ und Networking beitragen.

Klar, dass ich mir das nicht entgehen lasse! Nicht, weil ich mich selbst präsentieren will – eigentlich bleibe ich lieber in Deckung -, sondern weil Weiterlesen

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Stumme Fundmeldungen

Über mit Sicherheit gefundene, aber nicht beantwortete Flaschenposten hatte ich mir auch schon mal Gedanken gemacht: => hier.

Bottled Fortune

Ja, die gibt es tatsächlich. Es werden mehr Flaschen gefunden, als es Fundmeldungen gibt. Und ich spreche jetzt nicht nur von meinen Buddeln, sondern von Flaschenposten allgemein und damit vielleicht auch so manchem Sender einer Flaschenpost aus dem Herzen.

Es gibt Finder, die freuen sich vielleicht, können/wollen ihre Freude darüber aber nicht mit dem Schreiber des Flaschenbriefes teilen. Das kann unterschiedliche Gründe haben, vielleicht ist der Sender ja gar nicht auszumachen. Der Flascheninhalt könnte nach einer langen Reise tatsächlich gelitten haben, so dass ein Name oder eine Kontaktadresse nicht mehr zu entziffern sind. Vielleicht ist dem Finder die Sprache des verfassten Briefes nicht geläufig. Vielleicht denkt derjenige: „Kinderkram!“ und findet seinen Fund in keinster Weise ansprechend, als dass es ihm in den Sinn käme, darauf zu antworten. Vielleicht ist der Finder neugierig, recherchiert ein bisschen im Netz, wird fündig über den Absender und ist damit glücklich und zufrieden – was…

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Großartiges Werkzeug

Auch wenn die Oberflächenströmung nicht nur vom Wind, sondern auch von der Tide, von globalen Strömungssystemen und lokalen Gegebenheiten, Gegen- und Ringströmen usw. abhängig ist, so lohnt sich doch immer ein Blick auf die Prognosen.

Für deutsche Küstengewässer gibt es hier detailierte Strömungs-Prognosekarten.

 

Bottled Fortune

Da hüpft das Flaschenpostler-Herz vor Freude! Von einem Kollegen habe ich den Tipp für die Website windyty.com bekommen. Nach seinen Erfahrungen sind die Prognosen ziemlich genau. Mit diesem Tool hat man alle erforderlichen Daten für einen geplanten Abwurf auf einen Blick: Windrichtung und -stärke, Seegang mit Wellenhöhe und -periode. Das Beste: für fast alle Orte weltweit!

So kann ich auch schauen, was sich in Yantai so tut🙂

190616 Screenshot windyty.com

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Eine verschollene Bombe und ein geschlossenes Postamt.

9. Januar 2005. Punkt 12 Uhr wurden die Leinen losgeworfen und die Platessa von Esbjerg tuckerte in die Eckernförder Bucht hinaus. Es hatte kurz zuvor noch ordentlich gepustet und geregnet. Aber nicht nur deswegen blieben die beiden Gaffelsegel des Haikutters an den Bäumen festgebändselt. Mannschaft und Gäste des Traditionsseglers hatten nämlich unter Deck Wichtiges zu beschicken.

Zunächst mal stärkte man sich mit heißen Getränken und Suppe für die bevorstehenden Taten. Dann, als die Tafel abgeräumt war, wurde es feierlich. Zwei gleichlautende Urkunden wurden auf dem Kajütentisch ausgebreitet und alle der Anwesenden setzten ihre Unterschrift unter die Dokumente. Susanne Jeske-Paasch, die Bürgermeisterin von Eckernförde, die „Künstler und Kaoten“, die sich immer Donnerstags in der Wikingerkneipe Utgard trafen und die diese Aktion ausgeheckt hatten. Und natürlich ihr Kopf, Postadmiral Ewald Huß, – mit Rauschebart und breiter Statur ein Kapitän wie aus dem Bilderbuch!

Postadmiral? Ja, darum ging es. Um Post, genauer: Weiterlesen

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Die Erste Hanseatische Flaschenpostgesellschaft…

…ist noch nicht aus der Taufe gehoben. Aber der Name klingt doch echt bombastisch, oder? Richtig schade, dass es nirgendwo ein Pergament und Siegel mit den Insignien einer solchen Gilde gibt. Aber wer weiß, was noch kommt!😉

Gischt beiseite. Vor einigen Monaten saß ich mit einem Mitarbeiter des Internationalen Maritimen Museums in Hamburg bei einem Cappuccino zusammen und schwadronierte voll Begeisterung über all die Leute, von denen ich wusste, dass sie Flaschenposten basteln, welche sammeln oder die im Rahmen von Kunstprojekten Leute zum Buddelbriefschreiben animieren.

Ob es des denn  auch Treffen, Tagungen oder dergleichen gäbe, wollte der junge Mann wissen. Weiterlesen

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Flaschenposten: Rätsel, Faszination und Form.

At the same time that we are earnest to explore and learn all things, we require that all things be mysterious and unexplorable, that land and sea be infinitely wild, unsurveyed and unfathomed by us because unfathomable.

(Henry David Thoreau, Walden.)

Seine Großmutter, so erinnert sich Bruce Chatwin, hätte in einem Schränkchen allerlei Kurositäten gehütet. Darunter sei auch ein mit einer Stecknadel auf eine Karte geheftetes Hautstück eines vorsintflutlichen Tieres gewesen. Angeblich von einem Brontosaurus. Die Dame hatte das seltsame Souvenir von ihrem Cousin, einem abenteuerlustigen Seemann, zugeschickt bekommen. Der war irgendwann in Patagonien landfest geworden und hatte dort unter anderem nach Fossilien gesucht. Das Lederstück stammte aus der Ausbeute von Funden, die er in einer Höhle in Feuerland ausgegraben hatte.

Bei näherem Hinsehen entpuppte sich der Hautfetzen mit den borstigen roten Haaren nicht als Rest eines Sauriers, sondern eines Riesenfaultiers. Aber das focht den kleinen Bruce seinerzeit nicht an, denn auch ein pleistozänes Mylodon war exotisch genug, um die Phantasie des Jungen zu beschäftigen und das Fernweh des späteren Weltreisenden zu wecken.

Bei noch näherem Hinsehen dürfte sich die Geschichte als Chatwins Erfindung erweisen, wie so vieles in der Biographie des Schriftstellers. Aber das soll uns nun wieder nicht anfechten, denn die Story ist wirklich gut. Und sie illustriert bestens das Thema, um das es hier gehen soll. Weiterlesen

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