Beiträge mit dem Schlagwort: basteln

Erste Reisegefährten für den Main.

Als heute der Paketpostbote klingelte, wusste ich schon: Da kommt etwas ganz Schönes! Ein Päckchen von Ina, Flaschenpostgestalterin und Autorin des Blogs Bottled Fortune. Sie und zwei weitere Flaschenpostlerinnen hatten mir zugesagt, Kostproben ihrer Kreativität zu schicken. Die will ich demnächst nach Frankfurt mitnehmen und dort dem Main zum Weitertransport übergeben.

Paket

Postflaschenpäckchen, mit süßen Sachen ausgestopft.

Ins Rollen, nein, ins Strömen kam die Sache so: Irgendwann hatte ich hier in der Rubrik Sender und Sammler den Künstler Joachim Römer und seine Installation 1000 und eine Flaschenpost vorgestellt. Das Kunstprojekt war bisher in Bingen und in Duisburg zu sehen. Inzwischen läuft eine Ausstellung mit dem Titel „Mit dem Strom gegen die Zeit: TREIB_GUT FLASCHENPOST“ im Museum für Kommunikation in Frankfurt. Dort wird noch bis zum 16. Oktober 2016 eine Auswahl von 440 der von Römer gefundenen Flaschenposten gezeigt. Museumspädagogische Angebote und Führungen begleiten die Ausstellung. Eine Veranstaltung am 4. September steht unter dem Motto „Der Geist aus der Flasche“. Es wird dabei in einem musikalischen Rahmenprogramm eine Lesung von Oliver Lück aus seinen „Flaschenpostgeschichten“, Vorträge, eine Podiumsdiskussion und eine Führung von Joachim Römer geben. Zu der Talkrunde hat das Museum auf Vorschlag des Künstlers auch Ada Birk und meine Wenigkeit eingeladen. Ich als Blogger könnte etwas zu dem Thema „Flaschenpostgemeinde“ und Networking beitragen.

Klar, dass ich mir das nicht entgehen lasse! Nicht, weil ich mich selbst präsentieren will – eigentlich bleibe ich lieber in Deckung -, sondern weil Weiterlesen

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Die Erste Hanseatische Flaschenpostgesellschaft…

…ist noch nicht aus der Taufe gehoben. Aber der Name klingt doch echt bombastisch, oder? Richtig schade, dass es nirgendwo ein Pergament und Siegel mit den Insignien einer solchen Gilde gibt. Aber wer weiß, was noch kommt! 😉

Gischt beiseite. Vor einigen Monaten saß ich mit einem Mitarbeiter des Internationalen Maritimen Museums in Hamburg bei einem Cappuccino zusammen und schwadronierte voll Begeisterung über all die Leute, von denen ich wusste, dass sie Flaschenposten basteln, welche sammeln oder die im Rahmen von Kunstprojekten Leute zum Buddelbriefschreiben animieren.

Ob es des denn  auch Treffen, Tagungen oder dergleichen gäbe, wollte der junge Mann wissen. Weiterlesen

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Keine Geschäftsidee?

Ich hatte ja schon mal angedeutet, dass es gar nicht so einfach ist, an gute Flaschen für Flaschenposten heranzukommen. An solche, die einigermaßen robust sind und vielleicht auch ein bischen Stil haben.

Zwar trinken meine Liebste und ich gelegentlich mal ein Schlückchen Rotwein, aber das ist doch eher selten. Außerdem sind normale Weinflaschen meistens recht dünnwandig, also für eine Reise auf dem Wasser nur zweite Wahl. Sektflaschen sind dagegen prima, da fällt vielleicht mal eine zu Sylvester an. Hochprozentiges haben wir gar nicht im Haus. Gelegentlich findet mal eine Bitter-Lemon-Flasche den Weg nicht zurück zur Pfandstation. Wieder mit Betonung auf „gelegentlich“. Was bleibt, sind Essig- und Ölflaschen, und das Dilemma damit hatte ich hier ja schon beschrieben.

Ja, Essig- und Öl, dafür gibt es sogar Fachgeschäfte. So mit exquisiten Sorten, die man sich nach Wunsch von Hand abfüllen lässt. Gestern kam ich an einem vorbei. Mein Blick blieb sofort an dem unteren Regal hängen. Ein formenreiches Sortiment an Buddeln war dort aufgereiht! Manche etwas kitschig in Form von Leuchttürmen oder Segelbooten. Aber viele auch sehr stilvoll, robust, und fast alle mit Korkstopfen. Preislich durchaus akzeptabel. Also nahm ich ein paar in Augenschein, die sicher besonders malerische Flaschenposten ergeben müssten.

Essig und Öl

Essig, Öl und jede Menge inhaltsleere Flaschen.

Der Inhaberin war aufgefallen, dass ich ihr Vinegar-Angebot keines Blickes gewürdigt hatte. Weiterlesen

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Wie lange hält ein Korken dicht?

In meiner Bastelanleitung hatte ich erwähnt, dass Korken ziemlich lange halten. Also erhalten bleiben, weil die Gerbsäure in der Korkeichenrinde die Zersetzung durch Mikroben verzögert. Aber heißt „lange halten“ auch so „lange dicht halten“? Ich hatte sicherheitshalber  offen gelassen, ob eine verkorkte Flasche, die beispielsweise mit der Titanic ein Jahrhundert auf dem Meeresgrund verbracht hat, wirklich noch Wein enthält. Eine Gustation eines solchen benthischen Tropfens stand ja noch aus.

Nun kann ich nachliefern.  Eine Weinflasche aus dem Wrack des Dampfers Marie-Celestia, der 1864 vor den Bermudas auf ein Riff gelaufen und gesunken war, ist geöffnet worden. Und ein paar Wagemutige haben tatsächlich an der trüben Soße genippt. Na ja, reiner Wein war es jedenfalls nicht mehr, sofern man das schweflige Zeugs überhaupt noch Wein nennen darf. 😉 Ein kräftiges Meersalzaroma und auch eine Note von Benzin (wo kommt auf einem Dampfer Benzin her?) waren nicht zu verleugnen. Immerhin, es war sogar noch Alkohol nachweisbar! Hier die Pressenotiz.

Wer also mit einer so langen Reise seiner Flaschenpost rechnet, der sollte verschlusstechnisch zusätzliche Vorkehrungen treffen, damit die Buddel kein Wasser zieht. Oder eine Flasche mit Porzellanschnappverschluss nehmen. Die haben sich bewährt.

Vor allem aber für die Rückantwort des Finders an einen Nachsendeauftrag bei der Post denken! In 100 oder 150 Jahren kann es ja mal sein, dass man irgendwohin umzieht. 😉

Nachtrag:

Hier ist noch so eine Geschichte, die es sogar zu akademischen Ehren gebracht hat: 2010 bargen Taucher 170 Jahre alte wohlverkorkte Champagnerflaschen aus dem Wrack eines vor der finnischen Küste gesunkenen Handelsschoners. Darunter war auch die heute noch weltbekannte Marke Veuve Cliquot, erklennbar an der gut erhaltenen Prägung der Korken. Biochemiker analysierten – und probierten! – den so lange gut und kühl gelagerten Edeltropfen. Ergebnis: etwas weniger Alkohol als sein heutiges Pendant, aber erheblich mehr Zucker. Sommeliers attestierten dem Schaumwein vom Meeresgrund zunächst ein käsigen Geschmack mit einer animalischen Note, auch nach feuchten Haaren, beim zweiten Anlauf beschrieben sie das Aroma als rauchig, würzig und ledrig. 😀 Ich gehe mal davon aus, dass das Ergebnis nicht auf der Werbeseite der Kellerei erscheinen wird. 😉

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Skulpturen im Atlantik.

Der bayerische Künstler Hans Panschar hat zehn kleine Holzskulpturen „verbuddelt“ und auf einer Fahrt mit der Queen Mary II von Hamburg nach New York abgeworfen. Jeden Tag um 12 Uhr mittags ging eine der Flaschen über Bord. Hier ein Kurzbericht ein über die Aktion und hier ein paar Details auf seinem Website.

Und hier ein Filmbeitrag über einen der Finder.

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Lück, Locke und die Philosophie der Flaschenpost.

Sauwetter da draußen! Mit stillem Vergnügen reibe ich mir die Hände. Billie, die temperamentvolle Tochter von Alexandra, leistet ganze Arbeit! Billie ist ein kleines Sturmtief, das gerade am Rande der machtvollen Nordmeer-Zyklone Alexandra (die hatte zeitweilig einen Kerndruck von 940 hPa) über Jütland hinweg in Richtung Ostsee gelenkt wird.

Handfester Südwestwind: genau richtig, um ein kleines Geschwader von sieben Flaschenposten aus der Kieler Bucht in den Fehmarnbelt zu treiben. Sieben Flaschenposten? So viele hatte ich noch nie auf einmal losgeschickt. Wie es dazu kam, will ich nun erzählen. Eine etwas längere Geschichte.

E-Mails

Es begann Anfang November mit einer E-Mail des Journalisten Oliver Lück. Er schrieb mir, dass er an einem Buch über Flaschenposten in der Ostsee arbeite, die von einer Frau in Lettland gefunden worden seien. Genauer gesagt, es ginge über die Menschen, die sie losgeschickt hätten und die er an Hand ihrer Flaschenpostgeschichten porträtieren wolle.

„Für weitere, etwas kürzere Geschichten in diesem Buch möchte ich auch Menschen besuchen, die ebenso schöne Flaschenpostgeschichten erzählen können. So wie Sie es sicherlich können… Hätten Sie Zeit, mir im November oder Dezember mehr über Ihr ungewöhnliches Hobby zu erzählen?“

Ich wurde neugierig. Weiterlesen

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Welchen Stift nehmen? Der Ausbleichtest.

Hinweis: Offensichtlich wird dieser Beitrag oft angezeigt, wenn man im Web nach „Flaschenpost basteln“ sucht. Wer eine ausführliche Bastelanleitung für eine Flaschenpost sucht, der findet sie => hier. Dort hatte ich schon die Frage eines geeigneten Stiftes für Flaschenposten angesprochen. Dazu jetzt mehr:

Viele Flaschenbriefe, die eine längere Seereise hinter sich haben, sind nur noch mit Mühe zu lesen. Manche sogar gar nicht mehr, wenn man nicht gerade kriminaltechnische Methoden anwendet. Wer also einkalkulieren muss, dass seine Post eine Weile unterwegs ist, möglicherweise sogar unter der Tropensonne, der sollte darauf achten, dass seine Zeilen der UV-Strahlung standhalten.

Um herauszufinden, welches Schreibwerkzeug unter diesen Gesichtspunkten geeignet ist, habe ich einen kleinen Versuch gestartet. Weiterlesen

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