Archiv des Autors: Peter S.

Über Peter S.

...alias James Ismael Kuck. Flaschenpostredakteur, Strandwanderer, Medien-Retroversionsberater. Editor of driftline papers, beachwalker.

„Geldschein aus Flasche herausbekommen“ oder: Ein Brief als Geschenk

Mit einer Mischung aus Schmunzeln und Stirnrunzeln betrachte ich diese Tage die Statistik meines Blogs. Mein Artikel Wie man einen Flaschenbrief aus der Flasche bekommt hat mal wieder Konjunktur. Allerdings nicht, weil es etwa nach den ersten Winterstürmen Scharen von Strandjuttern an die Küsten treibt, die dort haufenweise Flaschenposten einsacken würden. Nein, keineswegs!

Gelegentlich angezeigte Suchbegriffe zeigen, um was es geht. „Wie bekommt man einen Geldschein aus Flasche?“ steht da. Oder nur kurz in Kleinbuchstaben „geld aus flasche“. Es werden zu Weihnachten und auch schon vorher wieder Geldgeschenke und Gutscheine als Flaschenpost verpackt, um die Nüchternheit (oder Gedankenlosigkeit?) der pekuniären Gabe durch ein bisschen Seefahrtsromantik zu tarnen.

Okay, bei manchen Menschen weiß man ja wirklich nicht, was man denen schenken könnte. Solchen, die schon alles haben (aber wozu brauchen die dann noch Geld?). Oder, nachvollziehbarer, denen, die auf was Größeres sparen. Oder Leuten, die man nicht näher kennt (aber muss mann denen unbedingt was schenken?). Oder wenn einfach der Abstand, beispielsweise zwischen Großeltern und Enkeln so groß ist, dass sich die Einen nicht mehr in die Anderen hineinversetzen können.

Klar, da wirkt einfach nur schmuckloser ein Schein in einem Umschlag doch etwas lieblos. Aber wenn es denn in Form einer Flaschenpost sein soll, dann doch bitte Weiterlesen

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Q & A: Flaschenpost-Fachsimpeln mit Anja

Manche prominente Youtube-Vlogger machen gelegentlich Question & Answer Videos, kurz Q & A, wo sie Fragen aus den Zuschriften ihrer Zuschauerschaft beantworten. Nun bin ich weder prominent noch Youtuber, aber in den Kommentaren meines letzten Beitrages „Post aus Skummeslövsstrand“ stellte Bloggerkollegin Anja ein paar anregende Fragen, die m. E. einen eigenen Artikel wert sind. Deshalb hier mein erstes Blog-Q & A.

Anja fragt:

104 Flaschen ist schon eine Ansage. Meine Statistik lautet 11 verschickt, 2 gefunden und mit 1 noch in Kontakt. Wie machst du das, in einer Tabelle oder mit einer Landkarte?

Lohnende Erinnerungen. Hier ging es um ein von Schülern vorbereitetes Interview und eine Mitmachaktion für Kinder.

Ein handschriftliches Logbuch hat irgenwie was. Sogar Platz für Schiffsstempel.

Na ja, die 104 Buddeln verteilen sich auf knapp 20 Jahre, da relativiert sich die Zahl ein wenig. Wobei noch ein paar nicht mitgezählte Spontanflaschenposten hinzukommen. Seit etwa fünf Jahren führe ich eine Liste, sowohl eine Computerdatei, wie auch ein handschriftliches Buch, das aber gerade nicht auf dem laufenden Stand ist. Da trage ich die Daten ein. Für die Nr. 104 beispielsweise: Weiterlesen

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Post aus Skummeslövsstrand

Eine Fundmeldung

Beim Ausnehmen des Briefkastens…

…ja, „Ausnehmen“, das ist das richtige Wort. Ich kann mich dabei ja nicht selbst sehen, aber bestimmt mache ich dabei so ein verkniffenes Igitt-Gesicht wie beim Säubern von Fisch. Nur dass mir dabei kein glibberiges Gedärm entgegenkommt, sondern haufenweise Weihnachtswerbung, Gutscheine hiesiger Kaufhäuser (einzulösen vorgestern bei gleichzeitigem Einkauf in Höhe von drei Monatsgehältern) und Therapieangebote der Bank für mein anorektisches Sparschwein. Bäh, nee…

Aber gestern purzelte mir doch eine Postkarte entgegen! – Aber aus der Verwandtschaft ist doch gar keiner in Urlaub?

Skummeslövstrand steht unter den Strandfotos auf der Bildseite. Auf schwedischen Briefmarken lustige Piepmätze. Skummes… was?

„Hello Peter! I found your bottle post in Skummeslövsstrand, Prov Halland in Sweden…“ begann ich zu lesen. Weiterlesen

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Blutige Briefe

Mysteriöser kann das Ambiente kaum sein:

PragerBotschaft2

(Screenshot ZDF-Samstagskrimi „Prager Botschaft“)

Gewitter. Eine heruntergekommene, düstere Wassermühle, irgendwo in Tschechien. In einem Verlies ein Gefangener. Er schreibt einen Brief. Mit dem eigenen Blut auf eine Zeitung. Eine Flaschenpost.

Hach, so mögen wir das!

Was die Szenerie für ein Historiendrama sein könnte, ist die Eingangssequenz des zuletzt im ZDF ausgestrahlten Samstagskrimis „Prager Botschaft“. Wie das Wortspiel des Titels sagt, tatsächlich mit einer historischen Handlungsebene.

Die Flaschenpost wird im Film von einem Hamburger Elbfischer aus dem Wasser gezogen. Noch einmal „Hach!“, bevor der Krimi dramatisch wird. Dieser Fischer, – wettergegerbtes Gesicht, Prinz-Heinrich-Mütze, weißer Vollbart wie der betagte Kaiser Wilhelm II -, der ist entweder aus dem Ohnsorg-Theater oder aus einem Werbespot für Urlaub an der Nordseeküste entschlüpft, oder? Aber wirklich schön aufgenommen, richtig idyllisch, wie der Ewer im Strom liegt!

PragerBotschaft3

Ein Schiffer wie aus dem Kinderbuch. (Screenshot ZDF-Samstagskrimi „Prager Botschaft“)

Die Szene, wie der Schiffer sein Netz aus dem Wasser zieht und den Müll aus dem Fang sortiert, erinnert stark an Weiterlesen

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Sheffield Drop Offs – Part 3

Das Flaschenpost Projekt

As you probably know by now I spent last week in Sheffield, mainly to work on my writing, but also with the aim to drop off a couple of bottles.

I wrote about my preparation in a first part here. There I showed you the four bottles I prepared, the four bottles that Peter sent me to dispatch for him, and I also mentioned that I packed two empty bottles for possible by-standers to fill.

In the second part I spoke about arriving in Sheffield and discovering that the Don where I put my bottles is full of little islands, had little water and current and in addition a lot of weirs. I dropped in both bottles nonetheless, and was able to observe Peter’s bottle getting stuck pretty much immediately, so probably now you want to know what happened next with it.

Peter’s Bottle No. 100

On the top…

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Sheffield: Part 2 – Day 1, Twice the No. 100

Das Flaschenpost Projekt

From 9th – 12th October I spent a couple of days in Sheffield. They were my personal writer’s retreat: I booked myself into a hotel and spent my days there to write. BUT of course I carried a couple of bottles to dispatch there. I had a really good time, with walks along the river and canal, discovering little and big things on my excursions, with new ideas and trying marmite for the first time – and got a lot of writing done.

Unfortunately because I was writing anyway, I failed to write here on this blog while things were happening, which I now realise was a mistake: Packing everything I want to tell and show you into one big blogpost is just too much. So I decided to split it into three (or maybe it will turn out four) parts. You can find the first part here

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Sheffield – Part 1: Preparations

Here Hilke Kurzke tells the story of the Sheffield dispatches from the very first beginning and how an inconsiderate German guy bothered her with a heavy load of recovered glass to carry across England.

Das Flaschenpost Projekt

From 9th – 12th October I spent a couple of days in Sheffield. They were my personal writer’s retreat: I booked myself into a hotel and spent my days there to write. BUT of course I carried a couple of bottles to dispatch there. I had a really good time, with walks along the river and canal, discovering little and big things on my excursions, with new ideas and trying marmite for the first time – and got a lot of writing done.

Unfortunately because I was writing anyway, I failed to write here on this blog while things were happening, which I now realise was a mistake: Packing everything I want to tell and show you into one big blogpost is just too much. So I’ll split it into two or three parts and will publish them over the next couple of days. I hope you’ll enjoy them…

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