Weihnachtsgrüße von Fehmarn. Eine Fundmeldung


Ein richtig fetter Poststempel war da auf der Weihnachtskarte, die ich kurz vor dem Fest im Briefkasten fand. Darauf leicht verwischt abgebildet der „Kleiderbügel“, jene Brücke mit der unverwechselbaren Silhuette, die den „Knust“ mit dem „Kontinent“ verbindet. „Fehmarn“ stand noch drauf, für alle, denen bei dem so charakteristischen Stahlbogen nicht sofort ein Licht aufgeht. Die Karte kam demnach von „Übersee“, also hatte die Absender sicherheitshalber „Germany“ unter die Adresse geschrieben. Mit 🙂 daneben, – klarer Fall, sie mussten meine letzten beiden Beiträge hier im Blog gelesen haben!

Es war die Fundmeldung für Flaschenpost Nr. 128. Die war am 21. 11., also schon vor einem Monat, am Strand von Westermarkelsdorf angekommen. Fünf Tage hatte die Buddel für die rund 52 km von Schwedeneck gebraucht. Kein schlechtes Tempo für eine so kompakte Flasche, die richtig tief im Wasser lag und dem strammen Westwind kaum Angriffsfäche bot. Das hätte ich nicht gedacht!

Flaschenpost 128.

„Vielen Dank für die schöne Überraschung und eine besinnliche Zeit“ schrieben Alexandra, Tim und Lina. Darunter noch ein Stempel mit einer Hundepfote. Aber wer von den Dreien war nun der Hund? Oder zählt die Fellnase extra? Davon hängt nämlich ab, wer sich über die besondere Überraschung in der Flasche freuen darf. Ich hatte nämlich als Fracht eine Halskette mit hinein getan. Vom Stil her nicht der neueste Schrei, aber immerhin mit Perlen aus Halbedelsteinen, also kein billiger Modeplunder. Schließlich stammte die Kette ja auch aus einem Piratenschatz, wie ich im Flaschenbrief dargelegt hatte.

Klar, da hatte ich mal wieder Döntjes zusammengesponnen. In Wirklichkeit hatte ich das Schmuckstück irgendwo in einer give away box gefunden, aber das verrate ich natürlich niemandem. Dabei war mir der Gedanke gekommen, dass ich meine Flaschenpost damit selbst zu einem Schmuckstück machen könnte, zu einer Premium-Ausgabe sozusagen.

Und nun darf ich selbst „vielen Dank für die schöne Überraschung“ sagen, für die Postkarte mit dem Weihnachtsgruß nämlich, über die ich mich riesig gefreut habe.

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