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Adorno lässt grüßen: Schriftsteller verschicken Flaschenpost.

Ein aktuell laufendes Flaschenpost-Projekt ist schriftstellerischer bzw. publizistischer und auch politischer Natur. Mehrere Zeitungen, der Kölner Stadt-Anzeiger, die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung bitten verschiedene Autoren, eine handgeschriebene Flaschenpost zu verfassen und irgendwo auszusetzen.

Den Anfang machte am 31 August der türkischstämmige Schriftsteller Dogan Akhanli. allerdings warf er seine Botschaft nicht in seiner Heimatstadt Köln in den Rhein, sondern in das seichte Wasser des Manzanares in Madrid. Dort hält er sich unfreiwillig auf, nachdem die Erdogan-Regierung über Interpol einen internationalen Haftbefehl gegen den Regimekritiker erlassen hat, der derzeit von den spanischen Behörden überprüft wird.

Zitat der Flaschenpost:

„Die sich selbst überschätzenden Despoten verbreiten immer mehr Angst und führen die Menschheit zum Abgrund. Wir müssen an die Magie des Widerstands glauben, um diese Bedrohung noch rechtzeitig abzwenden. Sind wir so dumm, dass wir aus der Erfahrung nicht lernen können?“ – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/28263054 ©2017

Irgendwie erinnert mich das an Theodor Adorno. Er glaubte nicht, dass seine Arbeiten zu seiner Zeit – er hatte unter den Nazis Lehrverbot erhalten und war in die USA emigriert –  eine aufmerksame Leserschaft finden würde. Deshalb bezeichnete er sie metaphorisch als Flaschenpost, – geschieben für aufmerksame, aber fremde Menschen in einer anderen Zeit.

Hoffen wir, dass es Akhanlis Appellen nicht ebenso ergeht, sondern dass sie jetzt wahrgenommen und beherzigt werden!

Ein ausführlicher, m. E. sehr lesenwerter Artikel der Berliner Zeitung hier.

Weitere Autoren, die sich an dem Projekt der drei Zeitungen beteiligen werden, sind u. A. Can Dündar, Guy Helminger, Elisabeth Herrmann, Kristof Magnusson, Tilman Röhrig, Frank Schätzing und Ilja Trojanow.

Wir dürfen gespannt sein.

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Presse, Funk und Fernsehen.

Ein offener Brief an Journalisten und Redakteure.

Es freut mich riesig, wenn mein Blog und das Thema, über das ich schreibe, auf Interesse stößt. Manchmal gibt es sogar Anfragen nach Interviews oder die Bitte um Mitwirkung an Fernsehbeiträgen. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes!

Etwas Besonderes in mehrfacher Hinsicht. Einerseits ist es eine besondere Form der Aufmerksamkeit, die mir da zuteil wird. Und wer freut sich nicht über ein so positives Echo!

Andererseits gibt es auch ein Zuviel von Aufmerksamkeit, und das könnte ungesund sein. Gerade für so einen Zeitgenossen wie mich, der mit seiner Person doch lieber in Deckung bleibt. So kommt es, dass ich in letzter Zeit mehrmals Interviewwünsche von Fernsehredaktionen abgelehnt habe. Warum das?

Reportage

Mit Maja Weber und Team im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg

Zunächst mal: Weiterlesen

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