Beiträge mit dem Schlagwort: Strandwanderung

Presse, Funk und Fernsehen.

Ein offener Brief an Journalisten und Redakteure.

Es freut mich riesig, wenn mein Blog und das Thema, über das ich schreibe, auf Interesse stößt. Manchmal gibt es sogar Anfragen nach Interviews oder die Bitte um Mitwirkung an Fernsehbeiträgen. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes!

Etwas Besonderes in mehrfacher Hinsicht. Einerseits ist es eine besondere Form der Aufmerksamkeit, die mir da zuteil wird. Und wer freut sich nicht über ein so positives Echo!

Andererseits gibt es auch ein Zuviel von Aufmerksamkeit, und das könnte ungesund sein. Gerade für so einen Zeitgenossen wie mich, der mit seiner Person doch lieber in Deckung bleibt. So kommt es, dass ich in letzter Zeit mehrmals Interviewwünsche von Fernsehredaktionen abgelehnt habe. Warum das?

Reportage

Mit Maja Weber und Team im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg

Zunächst mal: Weiterlesen

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Stumme Fundmeldungen

Über mit Sicherheit gefundene, aber nicht beantwortete Flaschenposten hatte ich mir auch schon mal Gedanken gemacht: => hier.

Bottled Fortune

Ja, die gibt es tatsächlich. Es werden mehr Flaschen gefunden, als es Fundmeldungen gibt. Und ich spreche jetzt nicht nur von meinen Buddeln, sondern von Flaschenposten allgemein und damit vielleicht auch so manchem Sender einer Flaschenpost aus dem Herzen.

Es gibt Finder, die freuen sich vielleicht, können/wollen ihre Freude darüber aber nicht mit dem Schreiber des Flaschenbriefes teilen. Das kann unterschiedliche Gründe haben, vielleicht ist der Sender ja gar nicht auszumachen. Der Flascheninhalt könnte nach einer langen Reise tatsächlich gelitten haben, so dass ein Name oder eine Kontaktadresse nicht mehr zu entziffern sind. Vielleicht ist dem Finder die Sprache des verfassten Briefes nicht geläufig. Vielleicht denkt derjenige: „Kinderkram!“ und findet seinen Fund in keinster Weise ansprechend, als dass es ihm in den Sinn käme, darauf zu antworten. Vielleicht ist der Finder neugierig, recherchiert ein bisschen im Netz, wird fündig über den Absender und ist damit glücklich und zufrieden – was…

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Die Ruhe nach dem Sturm. Ein Herbsttag am Strand.

Wenn die Liebste für ein paar Tage auf Reisen ist, dann darf man sich doch auch einen freien Tag nehmen, oder? Das Wetter lädt jedenfalls dazu ein. Sonnenschein, ein fast klarer Himmel, und das im November! Gestern sah es noch ganz anders aus. Schneegestöber, es war nasskalt und es pustete ordentlich. Es kam nicht nur ein Schwall Kaltluft aus polaren Regionen, der Wind hatte auch tüchtig Wasser in die Förden an der Kieler Bucht gedrückt. Im Radio gab es eine Sturmflutwarnung für die Ostseeküste. Das passiert nicht oft.

Ich wollte wissen, was das Wetter mit dem Strand von Schwedeneck angestellt hatte. Mich interessiert die Dynamik der Natur. Eine Küste ist für mich viel mehr als nur eine Linie zwischen Land und Meer. Sie ist für mich das „ganz große Theater“, so hatte ich es mal in einem Fernsehinterview gesagt. Kurz und gut: Ich sah beim Frühstück aus dem Fenster und mein Plan stand.

Aber so ganz wollte ich mich um die Hausarbeit doch nicht drücken. Keller aufräumen stand ja noch auf dem Zettel. Wenigstens sollte ich mich um das Altglas kümmern, dass da herumlag. Nach einer Stunde trällerte ich grinsend so eine Liedzeile: „I did it my way…“ Von wem war das noch? Fred Astaire? Nee, Frank Sinatra, oder?

Wer mich kennt, der weiß sicher, für welche Art des Upcyclings ich mich für die drei Wein- und die eine Bitter-Lemon-Flasche entschieden hatte. Jede war nun mit einer anderen Ausgabe der Baltic Sea Scrolls und zusätzlich einem Begleitbrief gefüllt, gut verschlossen und, zumindest die Weinflaschen, auch versiegelt.

Flaschenpost 75 b

Kreativität, seetüchtig.

Eine fünfte Flasche wartete schon seit ein paar Wochen seeklar auf ihren Einsatz. Mit der hat es etwas Besonderes auf sich. Weiterlesen

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Inspirationen

Einmal fragte mich eine Jounalistin, wer meine Flaschenposten finden solle. Nun, das kann man sich natürlich nicht aussuchen. Aber ich schilderte ihr als Wunschempfänger einen wachen, aufmerksamen Menschen, der sich nicht mit Mainstream-Konsum absättigen lässt. Jemanden, der ein Auge für die Natur und einen Sinn für das Unscheinbare hat. Jemanden, der offen ist für die Poesie des Zufalls.

So jemand ist Ina: eine sensible Beobachterin der Natur und ausgezeichnete Fotografin, die ihre Erlebnisse in ihrem Blog Heute schon gelebt auf sympathische Weise erzählt. Neuerdings sammelt sie bei Strandspaziergängen nicht nur schöne Muscheln und Steine, sondern auch Meerglas. Eine Flaschenpost hat sie allerdings bislang noch nicht gefunden. Aber dafür wird sie nun selbst welche auf die Reise schicken. Und sie wird darüber in einem neuen Blog bottled fortune berichten.

Also, herzlich willkommen im Club und ganz ganz viel fortune, liebe Ina! 🙂

Bottled Fortune

Es gibt so viele wundervolle Menschen rund um die Themen „Flaschenpost“ und „Meerglas“, die mich inspiriert haben. Mein Dank gilt Peter von den Flaschenposten, Ann-Christin mit ihrem Buch und ihrer Website Meerglas und nicht zuletzt Hilke mit ihren wundervollen Kunstobjekten zum Flaschenpost Projekt.

November 2015 an der dänischen Nordseeküste: Ich sammle fleißig Meerglas, das Glück ist mir hold. So gerne würde ich mal eine Flaschenpost am Strand finden, das wünsche ich mir seit Jahrzehnten. Da ist mir das Glück überhaupt nicht hold. Der Gedanke an Hilke, die sagt, dass es nicht darauf ankommt, wie weit ihre Flaschenpost kommt. Hauptsache, sie hat damit dem Finder Glück und Freude gebracht.

Genau. Darum geht es doch: Dem Finder Freude bereiten. Und vielleicht noch einen kleinen Glücksbringer dazu packen? Ja, das mache ich! Eine Idee ist geboren und will umgesetzt werden.

Der Name des Projekts: Bottled Fortune. Ja, ist in Englisch…

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„BREAK THIS BOTTLE“: Rekord-Flaschenpost vollendet nach 108 Jahren planmäßig ihre Reise.

„Älteste Flaschenpost der Welt gefunden!“

Meldungen wie diese überschlagen sich in letzter Zeit. Okay, sie sind nicht so häufig wie Rekorde in Sportnachrichten, aber gemessen an der eher gemächlichen Fortbewegungsweise von Driftflaschen sind es recht viele Berichte in einer relativ kurzem Spanne. Wobei „älteste Flaschenpost“ nicht das absolute Alter des Dokumentes in der Buddel meint, sondern den größten zeitlichen Abstand zwischen Aussetzen und Finden. Aber schauen wir uns mal die Liste an: Weiterlesen

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Einbetonierte Phantasie? Das Rätsel unbeantworteter Flaschenposten.

Ich hatte hier schon einmal das Flaschenpost-Kunstexperiment von Steve Meyer angesprochen und dabei überlegt, woran der geringe Rücklauf von Antworten liegen könnte. Das gleiche Thema möchte ich noch einmal aufgreifen und dabei von der Ausstellung, die sich aus dem Projekt ergeben hat, ausgehen.

Meyer hatte 100 Flaschenposten im Stadtgebiet von Hamburg verteilt. Von acht Findern kamen Antworten, jeweils mit einem im Flaschenbrief erbetenen Foto des Finders bzw. der Finder. Die Fotos wurden dann in Flaschen im Museum für Kommunikation ausgestellt. Die Finder bekamen damit für den Künstler und die Besucher der Ausstellung ein Gesicht, – ihr eigenes Gesicht.

Auch die anderen 92 Flaschenpsten müssen gefunden worden sein, denn sonst wären sie ja immer noch dort, wo Meyer sie deponiert hat. Aber die Finder bleiben unbekannt und damit gesichtslos. Die Hoffnung auf eine Interaktion von Sender und Empfänger hat sich hier zerschlagen. So war es konsequent, dass sie in der Ausstellung durch 92 zerschlagene Flaschen repräsentiert wurden. Meyer hat die Scherben in jeweils einen 30 x 30 cm großen Betonklotz eingegossen.

Ich hatte darüber spekuliert, woran es gelegen haben könnte, dass die Resonanz so gering war. Vielleicht waren es die ungewöhnlichen (oder allzu gewöhnlichen) Orte weswegen die Passanten nicht in Stimmung waren, sich damit zu befassen. Oder es laufen in der Stadt zu viele Leute herum, die sich von so einem Fund einfach nicht faszinieren lassen.

Aber wie ist es an der See, mit „richtigen“ Flaschenposten und dem dafür passenen landschaftlichen Ambiente, also dem Geräusch der Wellen, dem Geruch der Seeluft und dem weiten Blick zum Horizont?

Kliff

Eine Steilküste: die Geschichte von Werden und Vergehen.

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Lück, Locke und die Philosophie der Flaschenpost.

Sauwetter da draußen! Mit stillem Vergnügen reibe ich mir die Hände. Billie, die temperamentvolle Tochter von Alexandra, leistet ganze Arbeit! Billie ist ein kleines Sturmtief, das gerade am Rande der machtvollen Nordmeer-Zyklone Alexandra (die hatte zeitweilig einen Kerndruck von 940 hPa) über Jütland hinweg in Richtung Ostsee gelenkt wird.

Handfester Südwestwind: genau richtig, um ein kleines Geschwader von sieben Flaschenposten aus der Kieler Bucht in den Fehmarnbelt zu treiben. Sieben Flaschenposten? So viele hatte ich noch nie auf einmal losgeschickt. Wie es dazu kam, will ich nun erzählen. Eine etwas längere Geschichte.

E-Mails

Es begann Anfang November mit einer E-Mail des Journalisten Oliver Lück. Er schrieb mir, dass er an einem Buch über Flaschenposten in der Ostsee arbeite, die von einer Frau in Lettland gefunden worden seien. Genauer gesagt, es ginge über die Menschen, die sie losgeschickt hätten und die er an Hand ihrer Flaschenpostgeschichten porträtieren wolle.

„Für weitere, etwas kürzere Geschichten in diesem Buch möchte ich auch Menschen besuchen, die ebenso schöne Flaschenpostgeschichten erzählen können. So wie Sie es sicherlich können… Hätten Sie Zeit, mir im November oder Dezember mehr über Ihr ungewöhnliches Hobby zu erzählen?“

Ich wurde neugierig. Weiterlesen

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