Beiträge mit dem Schlagwort: Rhein

Die Flaschenposten des Otto Maaßen. Gedanken zu Briefbuddeln eines Romans

Warten, dass der Wind sich dreht.

Komische Wetterlage. „High over low“ nennen es die Meteorologen: Hochdruck über Nordskandinavien, Tiefs über Mitteleuropa, jetzt gerade eines über der Biskaya. Bei uns stetiger Ostwind, die ganze Woche schon. Also muss meine neueste Flaschenpost weiter auf dem Bücherregal warten, bis der Wind mal wieder auf die offene See hinaus weht. Da ich in letzter Zeit auch keinen Buddelbrief gefunden habe, über den ich erzählen könnte, wollen wir uns zwischendrin mal literarische Flaschenposten anschauen. Aus rein flaschenpostalischer Sicht natürlich, ausschließlich nach Gesichtspunkten der Materialität.

In ihrem jüngst erscheinenen Debütroman „Die letzte Flaschenpost“¹ schildert Annika Kemmeter die Erlebnisse des Kunstgeschichtsstudenten Janis Schütz und seiner Freundin Angelina. Janis hat bei Studien für seine Masterarbeit den Dichter Otto Maaßen kennengelernt und sich mit ihm über Fragen der Kunst ausgetauscht. Maaßen bewundert die Haltung des britischen Streetartkünstlers Banksy zur Vergänglichkeit der Kunst. Das Thema wird für Janis brisant, als Angelina, Enkelin Maaßens, ihm erzählt, dass der Dichter todkrank ist und seinen letzten Gedichtzyklus eben jener Vergänglichkeit preisgeben will. Er plant, die originalen Manuskripte in Flaschenposten dem Rhein zu übergeben, bevor Janis oder sonst irgendjemand sie überhaupt zu Gesicht bekommt. Der entsetzte Student greift zu unkonventionellen Recherchemethoden: Weiterlesen

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Wenige Worte, viel Poesie: Eine FindeSatz-Flaschenpost (reblogged)

Heute suchte jemand nach einem „Kurztext“ für eine Flaschenpost. Hier ist ein ganz zauberhaftes Beispiel von der „Satzverschenkerin“ Maribey.

Wenige Worte, aber so viel Poesie!

Diesmal habe ich den Findesatz am Düsseldorfer Rheinufer per Flaschenpost in die Welt geschickt.

Den ganzen Originaltext weiterlesen bei => Findesatz 047 — FindeSatz

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Mein Papier als Passagier.

Anlässlich der Ausstellung „Der Rhein: eine Flussbiografie“ hat die Bundeskunsthalle in Düsseldorf Flaschenposten mit Zetteln von Besuchern im Rhein ausgesetzt.

Hier ein Video vom ersten Abwurf. Die Flasche hatte sogar einen Sender, der sich aber schnell in den Urlaub verabschiedet hat.

Nun, nach Ende der Ausstellung, ist die letzte Buddel auf die Reise Richtung Nordsee gegangen. Oder auch nicht. Zumindest ist sie am Spülsaum deponiert worden. Warten wir mal ab, was passiert.

Unter Anderem enthält sie ein kleines Machwerk von mir. Natürlich passend zum Thema Kunst. 😉 Da ich selbst nicht hin konnte, hat Ada Birk liebenswürdiger Weise den Kurierdienst übernommen und meine „Zigarre“, eine dicke braune Rolle, für mich in Düsseldorf in die Flasche gefriemelt. Ganz herzlichen Dank, Ada!

Hier eine Abschiedsimpression. – Hach, wie beschaulich! 😉

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Joachim Römer und die Poesie des Lebens.

Gelegentlich hatte ich schon Joachim Römer erwähnt. Er gehört sicher zu den drei bedeutendsten Flaschenpostsammlern Deutschlands. Woraus er sich, weil von zurückhaltender Wesensart, aber nichts macht. Immerhin, fast 1200 Flaschenposten hat der Kölner vom Rheinufer gesammelt. Was er da im Keller hortet, dürfte wohl die größte Sammlung ihrer Art sein! Demnächst wird er einen Großteil dieses Schatzes im Museum am Strom in Bingen ausstellen. Grund genug, den Künstler hier endlich vorzustellen. Weiterlesen

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Herborn – Norwegen und retour: Die erstaunliche Reise eines Kassenzettels

Da gab es zwei Jungs, Markus und Paul. Da gab es einen Fluss. Die Dill (wie das Gewürzkraut), und die fließt durch Herborn in Hessen. Da gab es eine Flasche. Und wie das bei Jungs mit Phantasie und einer gesunden Portion Spieltrieb so ist, war die Idee, eine Flaschenpost auf die Reise zu schicken, nur all zu naheliegend. Klar: Wenn Jungs nicht selbst auf einer spanischen Galeone auf Piratenjagd gehen können, dann schicken sie wenigstens ihren Namen in einer Buddel auf große Fahrt.

Was sollte sie abhalten?  Flüsse, sofern sie nicht in einem Salzsee enden oder sonstwie im Wüstensand versickern, haben die Angewohnheit, auf irgendeine Weise den Weg Richtung Meer einzuschlagen. Das musste auch für die Dill gelten. Weiterlesen

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