Beiträge mit dem Schlagwort: Pazifik

Raketen, Papua und wirklich ganz viele Grüße an Curt.

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Countdown im Pazifik: die Raketenabschussplattform „Odyssey“. Im Hintergrund die „Sea Launch Commander“. Foto mit freundlicher Erlaubnis von Larry Trotter.

Ehrlich gesagt, ich hatte bislang gar nicht gewusst, dass es sowas gibt: eine schwimmende Abschussbasis für Raketen! Ich habe mich gleich mal schlau gemacht. Das System des kommerziellen Unternehmes Sea Launch besteht aus zwei Einheiten. Die Abschussplattform Odyssey ist eine frei schwimmende umgebaute Ölbohrinsel, die für jeden Start vom Heimathafen Long Beach in Kalifornien in die Weiten des Pazifiks navigiert wird. Die Zielposition ist dabei 154° W auf dem Äquator. Nachdem die Stabilisierungstanks der Plattform geflutet und die Rakete aufgerichtet und startklar gemacht ist, wechselt die Mannschaft auf das Begleitschiff Sea Launch Commander. Von dort wird der Start gesteuert. Neben Telekommunikations- und Fernsehsatelliten werden von den Spezialschiffen auch noch andere Kommunikationsmittel ausgesetzt. Und das ist wirklich rocket science vom Feinsten: Weiterlesen

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Noch ungeöffnet: 107 Jahre alte Flaschenpost von Vancouver Island.

Um es gleich richtigzustellen: Die „älteste“ Flaschenpost ist das nicht. Aber es ist bis Dato die, zwischen deren Aussetzen am 29. September 1906 und ihrer Auffindung vor wenigen Wochen am 9. September 2013 der längste Zeitraum lag: beinahe 107 Jahre!* Und sie ist die älteste ungeöffnete Flaschenpost! Der Bügel des Porzellanschnappverschlusses ist zwar arg rostig, hält aber dicht!
Der Taucher und Treibgutsammler Steve Thurber, der sie bei einer Strandwanderung auf Vancouver Island an der kanadischen Pazifikküste aufhob, widerstand der Versuchung, so schnell wie möglich an den Inhalt zu kommen und gar dazu die Flasche zu zerschlagen. Einige Informationen waren durch das seepatinierte olivbraune Glas gut lesbar, denn der darin befindliche Briefumschlag war auf der Außenseite beschrieben. Demnach hat ein Earl Willard die Flasche über Bord geworfen, als er mit dem Dampfer Rainier von San Fancisco, Kalifornien, nach Bellingham im Staat Washington unterwegs war.
Bleiben zwei Fragen:
Enhält der Umschlag weitere Informationen über Earl Willard, seine Reise und seine Absichten, wenn er Wesentliches schon außen auf dem Kuvert notiert hat?
Wieviele Jahre trieb die Flasche im Meer und wie lange lag sie im Dünensand begraben am Strand? Die Buddel scheint wohl bei Küsten- und Naturschutzarbeiten ausgegraben, aber zunächst unbeachtet geblieben zu sein.
Letztere Frage wird wohl ungelöst bleiben.
Und die erstere, …
…ach, lassen wir doch dem historischen Stück sein Mysterium! 😉 😀

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*  Inzwischen wurde dieser Rekord geschlagen. Näheres hier.

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Schüler auf Guam zelebrieren die Öffnung einer Flaschenpost.

Aktionstag für die Oberschüler: den Strand aufräumen! Der Pazifik ist nicht nur Sinnbild für Südseeträume, sondern auch für Meeresmüll. Wenn dann zerfledderte Fischernetze, Schwimmer, Plastikverpackungen und alte Autoreifen an die Küste treiben, dann kann man sie wenigstens aufsammeln. Und dazu schwärmten am letzten Dienstag junge Leute aus Talofofo an der Ostküste der kleinen, zu den USA gehörenden Insel Guam aus.

Der vierzenjährige Javier Sanchez fand dabei eine Weinflasche, in der zwei etwas angegümmelte Bögen eines Collegeblocks zu erkennen waren: eine Flaschenpost!

Nach getaner Drecksarbeit wurde es dann richtig feierlich. Die Lehrerin versamelte ihre Putzkolonne auf dem Schulhof, Javier trat in die Mitte und zertrümmerte unter dem Beifall seiner Schulkameraden die in ein blaues Handtuch gewickelte Flasche. Die Botschaft wurde dann von der Lehrerin öffentlich verlesen, als wäre es ein politisches Manifest. Das war es aber nicht. Und zum Glück auch nicht irgendeine Obszönität, was man ja auch nicht hätte ausschließen können.

Die Flaschenpost stammte von Brittanie Lee Penrose und ihrem Aaron Lanari aus dem US-Bundesstaat Utah.  Bei einem Strandurlaub 2010 in Kalifornien hatte Aaron seine an Hirntumor leidende Freundin dazu angestiftet, irgendetwas aufzuschreiben und in einer Flasche dem Meer zu übergeben. Sie schrieb von ihrem Kampf gegen den Krebs und lud den Finder ein, sie über Facebook oder E-Mail zu kontaktieren. Aaron fügte  einen selbstgedichteten Liedvers bei:

„When intelligence is ignorant and empathy is absent,

death and hate are present when joy and love are abstract.“

Wir dürfen uns nun mitfreuen! Nicht nur mit den Pennälern von Talofofo, denen der pazifische Nordäquatorialstrom diese kleine Abwechslung vom Schulalltag beschert hatte, sondern auch mit Brittanie. Die hübsche junge Frau ist vom Krebs geheilt!

Quelle: http://news.yahoo.com/message-in-a-bottle-guam-150327571.html

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