Beiträge mit dem Schlagwort: Kieler Förde

Tauchflaschenpost: Wie man Geheimdienste austrickst. ;-)

Eigentlich wissen wir es ja alle. Un-eigentlich verdrängen wir es gern. Wer ins Internet geht, Suchmaschinen benutzt oder in sozialen Netzwerken aktiv ist, wird ausgespäht. Tante Google speichert Suchbegriffe und aufgerufene Websites. Facebook analysiert jedes „like“, greift Daten aus dem Smartphone ab, erstellt Bewegungsprofile. Man braucht nicht einmal viele Angaben über sich selbst zu machen, – allein die App auf dem Handy lässt Big Brother aus Orwells Roman 1984 alt aussehen. Auch wer nach jeder Internetsitzung brav alle Cookies aus dem Browser löscht, behält ein mulmiges Gefühl. Youtube merkt sich auch so, was wir da zuletzt angeguckt haben. Und spätestens seit der Enthüllungen eines Edward Snowden wissen wir, dass die Geheimdienste sowieso alles scannen, was an Bits und Bytes über die großen Server läuft. Sogar Adressen von analoger Post wird für die NSA abfotografiert.

Und doch gibt es eine Nachrichtenform, die den Schlapphüten durch die elektronischen Lappen geht. Weil sie nicht elektronisch ist. Klar, ich meine die Flaschenpost!

Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. So treibt eine kleine Buddel mit einem netten Brief von China womöglich direkt nach Nordkorea und schert sich nicht um Grenzpolizei, Staatsicherheitsdienst, Sperrzonen und was es dort sonst noch so gibt. Einfachheit schlägt Überwachungstechnik!

Ob die Grenzschützer auf ihren Patroullienbooten wohl auf so was achten?

Hm, – vielleicht könnte eine kleine zusätzliche Tarnung nicht schaden?

Bei einer Plauderei mit dem Journalisten Oliver Lück hatte ich eine kleine technische Finesse entworfen: Weiterlesen

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Angela Erdmann und die 101 Jahre alte Flaschenpost aus der Kieler Bucht.

Kieler Flaschenpost von 1913.

„Riedels“ Flaschenpost von 1913.

Ich hatte hier schon einmal über die Flaschenpost von 1913 aus der Kieler Bucht berichtet. Gerade habe ich entdeckt, dass Angela Erdmann, die Enkelin von Richard Platz, genannt „Riedel“,  ein eigenes Website über die alte Flaschenpost, über ihren Absender und die damit verbundene Historie gemacht hat. Eine umfassende Dokumentation!

Ich finde es faszinierend, was der Fund bei Frau Erdmann ausgelöst hat. Familiengeschichte als Selbstfindung, – ein mutiges und sehr menschliches Bekenntnis, das in den dort verknüpften Filmbeiträgen zum Ausdruck kommt.

Eine ganz herzliche Leseempfehlung! => http://www.riedels-flaschenpost.de/

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Freyas Wanderflaschenpost.

Ich musste eben noch was zur Post bringen. Schnell aufs Rad und losgeflitzt, bevor der Briefkasten dort geleert wird.

Okay, das war also erledigt. Aber könnte ich bei der Gelegenheit nicht auch noch in mein Postfach gucken? Ich meine jetzt DAS Postfach.

Ja, genau, => DAS!

Also düste ich weiter bis zum Anfang der Kiellienie. Letztens, als wir so starken Ostwind hatten, war da Hochwasser. Heute das Gegenteil. Diese seltsame Badewannenschwappbewegeung in unserem kleinen Randmeer, auch hatte der stetige Ostwind der letzten Wochen wohl eine Menge Wasser über das Kattegatt ganz aus der Ostsee herausgedrückt und das war noch nicht wieder nachgeflossen.

Also lag ein breiter Flachwassersaum trocken. Dick bedeckt mit Tang und allem Schiet und Dreck, der so im Wasser landet. Und…

…täterätää…

das hier:

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Nachgucken lohnt sich.

Eine Flasche mit Schnappverschluss, wie man sie im Haushaltswarengeschäft kaufen kann. Mit Brief drin. Der Bügel schon etwas angerostet, sie könnte also schon eine Weile unterwegs gewesen sein.

Dummerweise hatte ich weder Rucksack noch Packtasche dabei. Also musste ich die Buddel auf den Gepäckträger klemmen und mit einem Gummizug ordentlich vertörnen, denn auf dem Rückweg ging es über Kopfsteinpflaster.

Aber ich bekam die Flasche heil und sicher nach Hause. Und ohne Probleme geöffnet. Der Brief ließ sich mit einer langen Pinzette auch gut herausziehen. Der musste irgendwann etwas feucht geworden sein, denn er hat richtig malerische Wasserflecken*.

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Freyas Wanderfalschenpost soll auf ganz große Fahrt!

Geschrieben hat Freya aus Kiel. Ihre Flaschenpost soll auf große Fahrt: bis Amerika, aber mindestens!

Daraus ergibt sich für mich ein kleines Dilemma. Nicht, weil die im Text erwähnte „Dash List“ (Liste der Abwürfe) in der Buddel fehlt, die füge ich gerne selbst hinzu. (Es scheint sie also schon vor mir jemand gefunden zu haben.) Aber wenn ich die Flasche beispielsweise am Leuchtturm Bülk wieder aussetze, dann wird sie voraussichtlich östlichen Kurs nehmen und, wenn es gut geht, irgendwann einmal im Baltikum ankommen.

Aber Richtung Amerika? Selbst wenn ich sie bei Gelegenheit an der Westküste abwerfe, dann hätte sie doch die bei uns vorherrschenden Westwinde zu meistern. Und der Nordatlantische Strom geht dafür auch in die falsche Richtung.

Was also tun? Hat jemand eine Idee? Vielleicht sogar einen Platz im Koffer für eine Reise nach Übersee, mit Chance auf weniger widrige Strömungen und eine richtig weite Reise?

Fortsetzung dieser Geschichte => hier.

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*Hahaha, dachte ich. 😀 Die Wasserflecken hat Freya auf geniale Weise mit Kaffee auf das Papier gemalt! Dazu die Fortsetzung lesen!

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Flaschenpostfindetage.

Eigentlich ist es überfällig, diese Geschichte weiter zu schreiben. Aber es gab in den letzten Tagen viel zu tun. Unter anderem war einiges an Post zu erledigen. Flaschenpost. Flaschenpost von jungen Damen. Und das duldet natürlich keinen Aufschub. 😉

Am 19. September fand ich drei Flaschen mit ganz tollen Bildern, die Mädchen im Alter von viereinhalb, fünf und sieben Jahren während einer Hochzeitsfeier gemalt hatten. Und am 4. Oktober gab es wieder Flaschenpost. Wieder von drei Mädels, dieses mal etwas älter (den Handschriften nach vielleicht zwischen 12 und 14). Die drei hatten zusammen eine Buddel auf die Reise geschickt.

Natürlich bekamen alle einen ausführlichen Fundbericht als Antwort. Den ersten drei, die ja noch sehr jung sind, schrieb ich ein bischen im Ohrenbär-Stil¹: Weiterlesen

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Flaschenpostgeschichten. Ein Abend mit „Käpt’n Kork“.

Das Buch ist ist nun da! Seit Ostern ist es auf dem Markt. Heute hat es der Autor mit einer Lesung in Kiel-Friedrichsort vorgestellt. Ich meine dieses:

Oliver Lück, Flaschenpostgeschichten: Von Menschen, ihren Briefen und der Ostsee. (Hamburg 2016: Rowohlt). TB 240 S.

Vor einiger Zeit hatte ich in diesem Blogartikel geschrieben, wie der reiselustige Journalist mit dem Spitzbart mich in sein Buchprojekt involvierte. Deswegen würde es für mich nicht so richtig passen, eine Rezension zu schreiben. Aber ein bischen über den heutigen Abend plaudern, das will ich mir nicht nehmen lassen.

Die Buchhandlung Almut Schmidt ist einer jener Läden, die sich mit Engagement, Mut und dem Charme des Individuellen gegen die mehrstöckigen Buchkaufhäuser der Innenstädte stemmen. Hoffentlich mit Erfolg! Hier, ganz nah an der Ostsee, sollte Oliver Lücks Lesereise beginnen. Weiterlesen

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Die Ruhe nach dem Sturm. Ein Herbsttag am Strand.

Wenn die Liebste für ein paar Tage auf Reisen ist, dann darf man sich doch auch einen freien Tag nehmen, oder? Das Wetter lädt jedenfalls dazu ein. Sonnenschein, ein fast klarer Himmel, und das im November! Gestern sah es noch ganz anders aus. Schneegestöber, es war nasskalt und es pustete ordentlich. Es kam nicht nur ein Schwall Kaltluft aus polaren Regionen, der Wind hatte auch tüchtig Wasser in die Förden an der Kieler Bucht gedrückt. Im Radio gab es eine Sturmflutwarnung für die Ostseeküste. Das passiert nicht oft.

Ich wollte wissen, was das Wetter mit dem Strand von Schwedeneck angestellt hatte. Mich interessiert die Dynamik der Natur. Eine Küste ist für mich viel mehr als nur eine Linie zwischen Land und Meer. Sie ist für mich das „ganz große Theater“, so hatte ich es mal in einem Fernsehinterview gesagt. Kurz und gut: Ich sah beim Frühstück aus dem Fenster und mein Plan stand.

Aber so ganz wollte ich mich um die Hausarbeit doch nicht drücken. Keller aufräumen stand ja noch auf dem Zettel. Wenigstens sollte ich mich um das Altglas kümmern, dass da herumlag. Nach einer Stunde trällerte ich grinsend so eine Liedzeile: „I did it my way…“ Von wem war das noch? Fred Astaire? Nee, Frank Sinatra, oder?

Wer mich kennt, der weiß sicher, für welche Art des Upcyclings ich mich für die drei Wein- und die eine Bitter-Lemon-Flasche entschieden hatte. Jede war nun mit einer anderen Ausgabe der Baltic Sea Scrolls und zusätzlich einem Begleitbrief gefüllt, gut verschlossen und, zumindest die Weinflaschen, auch versiegelt.

Flaschenpost 75 b

Kreativität, seetüchtig.

Eine fünfte Flasche wartete schon seit ein paar Wochen seeklar auf ihren Einsatz. Mit der hat es etwas Besonderes auf sich. Weiterlesen

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„BREAK THIS BOTTLE“: Rekord-Flaschenpost vollendet nach 108 Jahren planmäßig ihre Reise.

„Älteste Flaschenpost der Welt gefunden!“

Meldungen wie diese überschlagen sich in letzter Zeit. Okay, sie sind nicht so häufig wie Rekorde in Sportnachrichten, aber gemessen an der eher gemächlichen Fortbewegungsweise von Driftflaschen sind es recht viele Berichte in einer relativ kurzem Spanne. Wobei „älteste Flaschenpost“ nicht das absolute Alter des Dokumentes in der Buddel meint, sondern den größten zeitlichen Abstand zwischen Aussetzen und Finden. Aber schauen wir uns mal die Liste an: Weiterlesen

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