Beiträge mit dem Schlagwort: Hamburg

Die Erste Hanseatische Flaschenpostgesellschaft…

…ist noch nicht aus der Taufe gehoben. Aber der Name klingt doch echt bombastisch, oder? Richtig schade, dass es nirgendwo ein Pergament und Siegel mit den Insignien einer solchen Gilde gibt. Aber wer weiß, was noch kommt! 😉

Gischt beiseite. Vor einigen Monaten saß ich mit einem Mitarbeiter des Internationalen Maritimen Museums in Hamburg bei einem Cappuccino zusammen und schwadronierte voll Begeisterung über all die Leute, von denen ich wusste, dass sie Flaschenposten basteln, welche sammeln oder die im Rahmen von Kunstprojekten Leute zum Buddelbriefschreiben animieren.

Ob es des denn  auch Treffen, Tagungen oder dergleichen gäbe, wollte der junge Mann wissen. Weiterlesen

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Die Flaschenposten der Deutschen Seewarte: Ein Besuch beim BSH.

Zugegeben: Besonders „zeitnah“ kommt dieser Artikel nicht. Aber wer wird schon ausgerechnet von einem Liebhaber von meistens nicht so eiligen Flaschenposten life blogging erwarten? 😉  Hier also der zweite Teil der Exkursion zum Hamburger Hafen, die ich am 4. Juli zusammen mit der Bloggerin Andrea  und dem Flaschenpostsammler Clint Buffington unternommen habe. Ich hatte die beiden und auch den Anlass unseres Ausflugs hier im ersten Teil der Serie schon kurz vorgestellt.

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Es ist kurz vor elf und schon heiß und und für Hamburger Verhältnisse außerordentlich stickig, als wir die breite Treppe oberhalb der Landungsbrücken hoch steigen. Vor dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) flattern viele Fahnen. Das Haus hat heute Tag der offenen Tür. Anlass ist das 25-jährige Bestehen der Behörde, die nach der Wiedervereinigung durch Zusammenlegung ost- und westdeutscher Institutionen neugegründet wurde.

Im Foyer treffen wir meine beiden Mädels – Frau und Tocher -, die sich uns für die nächsten Etappen unserer Exkursion anschließen. Mein Sprößling Henny macht eine Ausbildung beim BSH, aber was nun kommt, nämlich die Flaschenpostsammlung des BSH, kennt sie auch noch nicht. Also fragen wir uns zur Bibliothek durch. Breites Grinsen bei uns allen, als wir in einem der Flure auf eine Aktivität für die ganz jungen Besucher stoßen. Die Kiddies basteln – na klar, was auch sonst! – Flaschenposten! Wir scheinen auf dem richtigen Weg zu sein. Weiterlesen

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Clint und Andrea, – Blogger im Feststoffmodus.

4. Juli 2015, Teil 1 der Blogserie. (Nein genau genommen ist es schon Teil 2, denn ich habe ja schon das Dessert vorweg gereicht. 😉 )

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Herrengraben, eine Straße im Hamburger Fleetviertel zwischen Michaeliskirche und Hafen. Ich klingle drei mal an der Tür. So hatten wir es als Zeichen, dass ich es bin, abgesprochen. Wir waren einander noch nie vorher begegnet. Jedenfalls noch nicht im „real life“.

„Hello“, tönt es aus der Gegensprechanlage.

„Hello Clint? It’s me, Peter.“ Im Hintergrund pladdert eine Dusche. Ich habe also noch ein wenig Zeit, gespannt zu sein, wer dieser Clint Buffington denn ist. Oder, genauer, wie er so ist. Weiterlesen

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Einbetonierte Phantasie? Das Rätsel unbeantworteter Flaschenposten.

Ich hatte hier schon einmal das Flaschenpost-Kunstexperiment von Steve Meyer angesprochen und dabei überlegt, woran der geringe Rücklauf von Antworten liegen könnte. Das gleiche Thema möchte ich noch einmal aufgreifen und dabei von der Ausstellung, die sich aus dem Projekt ergeben hat, ausgehen.

Meyer hatte 100 Flaschenposten im Stadtgebiet von Hamburg verteilt. Von acht Findern kamen Antworten, jeweils mit einem im Flaschenbrief erbetenen Foto des Finders bzw. der Finder. Die Fotos wurden dann in Flaschen im Museum für Kommunikation ausgestellt. Die Finder bekamen damit für den Künstler und die Besucher der Ausstellung ein Gesicht, – ihr eigenes Gesicht.

Auch die anderen 92 Flaschenpsten müssen gefunden worden sein, denn sonst wären sie ja immer noch dort, wo Meyer sie deponiert hat. Aber die Finder bleiben unbekannt und damit gesichtslos. Die Hoffnung auf eine Interaktion von Sender und Empfänger hat sich hier zerschlagen. So war es konsequent, dass sie in der Ausstellung durch 92 zerschlagene Flaschen repräsentiert wurden. Meyer hat die Scherben in jeweils einen 30 x 30 cm großen Betonklotz eingegossen.

Ich hatte darüber spekuliert, woran es gelegen haben könnte, dass die Resonanz so gering war. Vielleicht waren es die ungewöhnlichen (oder allzu gewöhnlichen) Orte weswegen die Passanten nicht in Stimmung waren, sich damit zu befassen. Oder es laufen in der Stadt zu viele Leute herum, die sich von so einem Fund einfach nicht faszinieren lassen.

Aber wie ist es an der See, mit „richtigen“ Flaschenposten und dem dafür passenen landschaftlichen Ambiente, also dem Geräusch der Wellen, dem Geruch der Seeluft und dem weiten Blick zum Horizont?

Kliff

Eine Steilküste: die Geschichte von Werden und Vergehen.

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Flaschenpost-Performance und die Disposition der Finder.

Steve Meyer führte im Jahr 2000 ein interessantes Flaschenpost-Experiment durch. Er deponierte 100 Flaschenposten an verschiedenen Orten in Hamburg. Irgendwo vor Haustüren, in Treppenhäusern, an der Bushaltestelle, im Waschsalon, dem Besucher-WC eines Theaters, in Geschäften.

Das Erstaunliche: Nur von acht Findern kam eine Rückmeldung. Das ist weniger als bei den ein Jahrundert zuvor weltweit von der Seewarte Hamburg ausgesetzten Driftflaschen. Die hatten immerhin einen Rücklauf von 13 %, obwohl sicher ein großer Anteil an Klippen zerschellt ist, in Mangrovensümpfen hängen blieb oder an den Stränden der Atacama- und der Namib-Wüste von Dünen begraben wurde. Außerdem war damals der Analphabetismus weit verbreiteter als heute, so dass mancher Finder wohl nichts rechtes mit dem darin steckenden Formular anzufangen wusste. Die von Meyer in der modernen Metropole ausgesetzten Flaschen mussten dagegen zwangsläufig früher oder später gefunden werden. Und eine Antwort dürfte sicher kein Problem gewesen sein.

Woran lag es also, das so wenig Resonanz kam? Meine These: Weiterlesen

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Kohle!

Jemand versuchte gestern, per Suchmaschine einem anthrazitfarbenen relativ leichten Mineral auf die Spur zu kommen, das er am Elbufer gefunden hatte.

Es ist Steinkohle! Ich habe dort auch schon oft Kohlestücke gefunden. In der Zeit der Dampfschiffe scheint beim Verladen einiges davon über Bord gegangen zu sein. Und das findet sich nun gelegentlich am Ufer wieder.

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Eine Kabellänge die Elbe runter, – und der kurze Blick der Stadtbürger

Im September 1999 wurde bei Baggerarbeiten in der Elbe ein großer Findling endeckt. Obwohl am Rande des Fahrwassers gelegen, so behinderte er doch die den Hamburger Hafen anlaufenden Schiffe. Er musste also gehoben werden. Dabei erwies er sich als eine harte Nuss, genauer gesagt: als schwerer Brocken. Ob ihm nach zehntausend Jahren Schlaf im Flussbett das Tageslicht zu grell war, ob er, einem sagenhaften Zwergenschatz gleich mit einem Bannspruch belegt war, oder ob sich die Taucher bei der Inspektion mit seinen Ausmaßen verschätzt hatten, – jedenfalls versank der Stein sofort wieder in den Fluten, nachdem ein Schwimmkran ihn bis zur Wasseroberfläche gehoben hatte.

Immerhin, im Hamburger Abendblatt erschien ein erstes Foto des kantigen Klotzes. Zumindest des oberen Viertels. Und das machte mich neugierig. Ich interessiere mich sehr für Geologie und wollte zu gern wissen, wie die Eiszeit diesem Monstrum zugesetzt hatte.

Am 23. Oktober ging dann die Meldung durch die Nachrichten, die Bergung des 217 t schweren Findlings sei geglückt, ein Schwimmkran hätte ihn am Strand bei Övelgönne abgesetzt. Ich entschloss mich spontan, dem Ungetüm am nächsten Tag einen Besuch abzustatten. Weiterlesen

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