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Ein kleiner Lobgesang auf Handgeschriebenes, Flaschenpost und den Zauber des Unerwarteten. Gefunden in Ellys Ecke.

Ellys Ecke

Bei meinen ersten Schritten im Internet Ende der 90er Jahre waren es diese drei Worte, die eine wohlige Aufregung in mir aufkommen ließen. Ob mir wohl jemand geschrieben hat? Eine Email zu bekommen war damals noch etwas ganz Besonderes. Generell Post zu bekommen war schon immer ein spezieller Moment für mich und ist es bis heute. Damit meine ich nicht die vielen Spam-Mails oder Werbeflyer, die man ständig in seinem virtuellen oder auch physischen Briefkasten hat. Ich meine richtige Post. Wann habt Ihr das letzte Mal einen handgeschriebenen Brief bekommen? Oder auch selbst geschrieben?

Mit einem Artikel in einer Zeitschrift über den handgeschriebenen Brief fing bei mir alles an. Aus diesem Artikel ist die Idee zu diesem Blog hier entstanden (Zurück zum Ich).

Aber auch eine elektronische Post kann diesen Moment der Freude und Vorfreude auslösen, wenn es sich um einen richtigen Brief handelt. Wie schnell sind heutzutage…

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Flaschenposten: Rätsel, Faszination und Form.

At the same time that we are earnest to explore and learn all things, we require that all things be mysterious and unexplorable, that land and sea be infinitely wild, unsurveyed and unfathomed by us because unfathomable.

(Henry David Thoreau, Walden.)

Seine Großmutter, so erinnert sich Bruce Chatwin, hätte in einem Schränkchen allerlei Kurositäten gehütet. Darunter sei auch ein mit einer Stecknadel auf eine Karte geheftetes Hautstück eines vorsintflutlichen Tieres gewesen. Angeblich von einem Brontosaurus. Die Dame hatte das seltsame Souvenir von ihrem Cousin, einem abenteuerlustigen Seemann, zugeschickt bekommen. Der war irgendwann in Patagonien landfest geworden und hatte dort unter anderem nach Fossilien gesucht. Das Lederstück stammte aus der Ausbeute von Funden, die er in einer Höhle in Feuerland ausgegraben hatte.

Bei näherem Hinsehen entpuppte sich der Hautfetzen mit den borstigen roten Haaren nicht als Rest eines Sauriers, sondern eines Riesenfaultiers. Aber das focht den kleinen Bruce seinerzeit nicht an, denn auch ein pleistozänes Mylodon war exotisch genug, um die Phantasie des Jungen zu beschäftigen und das Fernweh des späteren Weltreisenden zu wecken.

Bei noch näherem Hinsehen dürfte sich die Geschichte als Chatwins Erfindung erweisen, wie so vieles in der Biographie des Schriftstellers. Aber das soll uns nun wieder nicht anfechten, denn die Story ist wirklich gut. Und sie illustriert bestens das Thema, um das es hier gehen soll. Weiterlesen

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